Winterthur

Das Tibits plant einen Wintergarten

Das vegetarische Restaurant Tibits hat leerstehende Ladenfläche vom Nachbarhaus dazu gemietet. Nun will sich das Lokal bis im Sommer im grossen Stil erweitern.

Das Tibits mietet sich ins Nachbarhaus ein und will sich vergrössern.

Das Tibits mietet sich ins Nachbarhaus ein und will sich vergrössern. Bild: Marc Dahinden

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Bis letzten November waren sie Nachbarn am Oberen Graben: Das Namo, das seine Naturmode heute an der Obergasse verkauft, und das Tibits, das die leerstehende Ladenfläche dazu gemietet hat. Das vegetarische Restaurant will kräftig wachsen. Dies geht aus dem Baugesuch hervor, das seit letzter Woche aufliegt. Um den bestehenden Gastraum mit der neu dazu gemieteten Fläche von rund 100 Quadratmetern zu verbinden, wird die Wand zum Innenhof eingerissen. Der Innenhof selbst soll mit Glas überdacht und so zum Wintergarten werden.

«Bei schlechtem Wetter wurde es einfach zu eng», begründet Daniel Frei die Umbaupläne. Zusammen mit seinen Brüdern Reto und Christian Frei sowie Rolf Hiltl gründete er Tibits und führt die vegetarische Restaurantkette. Später kam auch Andreas Frei als vierter Bruder dazu. Mittlerweile gehören dazu 14 Restaurants, darunter zwei in London. Das Tibits in Winterthur wurde 2002 als zweite Filiale eröffnet: «Es ist also ohnehin nötig, Akustik, Licht und Lüftung etwas aufzufrischen», so Daniel Frei. Auch der Gastraum beim Buffet soll «entrümpelt» und grosszügiger gestaltet werden.

Am Buffetschiff gilt: Überholen erlaubt!
Schon jetzt gibt es am Buffet im Tibits hin und wieder Stau. Damit man künftig trotz zusätzlicher Sitzplätze schneller schöpfen kann, wird auch das Buffet neu organisiert: Mit Salaten auf der einen und warmen Gerichten auf der anderen Seite sowie neu einem separaten Dessertbuffet. Was bleibt ist das Schild über dem «Schiff» wie das Buffet wegen seiner Form genannt wird, das das Überholen ausdrücklich erlaubt. Wenn also der Vordermann eine gefühlte Ewigkeit vor den Schüsseln mit Rüeblimousse und Hummus stehen bleibt, darf er ohne schlechtes Gewissen überrundet werden. Wobei: «Böse Blicke kann es immer geben», räumt Mitinhaber Daniel Frei ein. (dba)

Ein Plus von 90 Plätzen

Durch die Erweiterung soll die Zahl der Sitzplätze von aktuell 110 auf 160 steigen. Zudem sei geplant, dass man den hinteren Raum für geschlossene Gesellschaften unterteilen könne. Aber auch der Aussenbereich soll ausgebaut werden. Hier würde sich die Zahl der Sitzplätze von 80 auf rund 120 Plätze erhöhen. Geht alles nach Plan, möchten die Betreiber im März mit dem Umbau beginnen und spätestens im Juli damit fertig sein. Dieser würde gemäss Baugesuch um die 874000 Franken kosten.

«Anfangs verzichteten die Leute aus ethischen Gründen auf Fleisch, dann der Gesundheit zu liebe und heute vermehrt, um die Umwelt zu schützen.»Daniel Frei, Mitinhaber Tibits

Nicht zuletzt sei der geplante Ausbau eine Reaktion auf den erstarkenden Vegetarismus: «Früher galt ich als Vegetarier noch als verhaltensauffällig», sagt Frei, der sich seit 25 Jahren fleischlos ernährt. Er hat als Privatmann wie auch als Geschäftsführer miterlebt, wie sich der Trend entwickelte: «Anfangs verzichteten die Leute aus ethischen Gründen auf Fleisch, dann der Gesundheit zu liebe und heute vermehrt, um die Umwelt zu schützen.»

Erstellt: 13.01.2020, 14:55 Uhr

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