Foxtrail

Das Zahnbürsteli und der Laserpointer: Auf den Spuren des schlauen Stadtfuchses

Ab Dienstag gibt es die Kult-Schnitzeljagd «Foxtrail» auch in Winterthur. Im Kurztest überzeugt sie durch originelle Rätsel und interessante Schauplätze.

Manchmal wird man nass: Im Brunnen ist ein Hinweis versteckt.

Manchmal wird man nass: Im Brunnen ist ein Hinweis versteckt. Bild: Michael Graf

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Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) ist Orientierungsläufer und liebt Rätsel. In Basel, Luzern und Zürich hat er mit seiner Familie schon einige der sogenannten Foxtrails gebucht, professionell organisierte Schnitzeljagden. «Ich habe als Privatperson zweimal die Foxtrail-Macher angeschrieben, dass auch Winterthur so einen Trail braucht», sagt Fritschi. Ins Rollen kam die Sache vor einem Jahr, als sich der damalige Winterthurer Tourismusdirektor Pierre Droz und die Luzerner Firma Swisscovery einig wurden.Dann kam Michael Eberle ins Spiel. Der ETH-Ingenieur arbeitet Vollzeit als Spiele-Entwickler für Swisscovery. Und das nicht nur in der Schweiz, sondern inzwischen in der halben Welt. «Ich komme gerade aus London zurück», sagt er. In Helsinki wurde kürzlich ein Trail eröffnet und auch Dubai hat einen bestellt. «Winterthur ist immerhin noch vor Berlin dran», sagt Eberle. Mittels Stadtführungen und mit ganz viel Fussarbeit hat er sich mit Winterthur vertraut gemacht – so gut, dass sich auch im Test lauf auch ortskundige Journalisten und Stadtführer über die liebevoll gemachten Rätsel freuten.

Knapp 30 neue Rätsel

Die meisten der rund 30 Rätsel auf der Route wurden extra für Winterthur erfunden, sagt Eberle. Beim Winterthurer Trail «Alban» kommt beispielsweise erstmals ein Laserpointer zum Einsatz. Hält man ihn beim WC-Häuschen am Graben an die richtige Stelle, leuchtet ein Hinweis auf den nächsten Posten auf: eine Zahnbürste! Die Winterthurer wissen nun sofort, wo der nächste Posten ist, die auswärtigen Gäste suchen ein bisschen länger.

Speziell am Winterthurer Trail ist, dass es zwei Varianten gibt. Die spektakulärsten 700 Meter führen durch einen stockdunklen Kanal, der nichts für kleine Kinder oder Menschen mit Platzangst ist. Auch bei starkem Regen kann es schnell brenzlig werden. Darum gibt ein als Beichtstuhl getarnter Automat je nach Wetterprognose und Gruppenzusammensetzung einen anderen Tipp zum nächsten Posten an: das Abenteuer in der Tiefe oder die oberirdische Alternative.

Das Busbillet ist inklusive

«Ziel bei der Winterthurer Route war, nicht nur die industrielle Vergangenheit, sondern auch die nahen Grünräume und die schöne Altstadt zu zeigen», sagt Eberle. Es gibt darum auch Posten am Waldrand und sogar an einem Weiher. Damit der Rundgang trotzdem in etwa drei Stunden machbar bleibt, ist im Buchungspreis von 31 Franken pro Person ein spezielles Tagesbillet von Stadtbus inklusive.

«Der Foxtrail passt perfekt in unser Angebot», freut sich Michael Domeisen, Chef des House of Winterthur. «Zwei unserer wichtigsten Zielgruppen sind Familien und Gruppen.» Dass es im Bereich Gruppen-Angebote einen grossen Bedarf gebe, zeige sich daran, dass es allein im Monat September 130 Stadtführungen gab - Rekord! Mit dem «Foxtrail» dürften noch deutlich mehr Gruppen einen Ausflug durch die Wälder, Gassen und Kanäle Winterthurs wagen. (Landbote)

Erstellt: 02.10.2017, 17:02 Uhr

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