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Den Vorstosskönigen fehlt das Zepter

Wie aktiv ein Parlamentarier politisiert, lässt sich auch an der Anzahl Vorstössen zeigen, die er einreicht. Im Grossen Gemeinderat sind die Unterschiede frappant.

60 Gemeinderäte sitzen im Winterthurer Parlament. Nicht tun sich mit gleich vielen Vorstössen hervor, wie die Übersicht für die erste Legislaturhälfte zeigt (nächstes Bild).
60 Gemeinderäte sitzen im Winterthurer Parlament. Nicht tun sich mit gleich vielen Vorstössen hervor, wie die Übersicht für die erste Legislaturhälfte zeigt (nächstes Bild).
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Die Grünliberalen sind gemessen an der Anzahl Vorstösse klar die aktivste Partei. Die SVP - Regierungspartei und zweitgrösste Fraktion - hält sich eher zurück.
Die Grünliberalen sind gemessen an der Anzahl Vorstösse klar die aktivste Partei. Die SVP - Regierungspartei und zweitgrösste Fraktion - hält sich eher zurück.
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Über die Hälfte der vierjährigen Legislatur ist bereits vorbei, der Parlamentsbetrieb unter der neuen bürgerlichen Mehrheit im Stadtrat hat sich längst eingependelt. Die erste Sitzung nach der Sommerpause beginnt am Montag gleich mit einer Mammutvorlage, dem 82-Millionen-Kredit für das geplante neue Polizei­gebäude auf dem Teuchelweiherareal. Der politische Alltag im Rat sieht etwas anders aus,es sind die parlamentarischen Vorstösse, die ihn prägen. Mit ihnen hält die Legis­lative die Stadträte und ihre Departemente auf Trab, verlangt Informationen oder gar konkrete Massnahmen und einen neuen Gesetzesentwurf. Ist der Kredit fürs Polizeigebäude am Montag durch, warten acht Interpellationen, zwei Motionen und ein Postulat auf der Traktandenliste. Eingereicht haben sie mitunter die üblichen Verdächtigen. Wie in einer Schulklasse gibt es sie auch im Rat – hier die Alphatiere, die Wortführer und Ehrgeizigen, dort die Hinterbänkler, Minimalisten und Duckmäuser.

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