Winterthur

Der «Backstreet Boy» und die «Sexbombe»

Die beiden Schweizer Kandidaten bei «Deutschland sucht den Superstar» metzgen sich bis jetzt gut. Er setzt auf seine Stimme und sie auf ihren Sex-Appeal.

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Am Samstag gehts bei «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) zur Sache. Dann müssen sich Emilija Mihailova, Dentalassistentin aus Rorschacherberg, und der Neftenbacher Michel Truog, der seine Maurerlehre in einem Winterthurer Baugeschäft momentan sistiert hat, gegen acht Finalistinnen und Finalisten auf der Livebühne behaupten.

Diesmal wird das Publikum voten. Während Michel betont: «Wir üben täglich eine Stunde lang mit den Vocal Coaches», legt Emilija ihren Schwerpunkt woanders: Die Ostschweizerin mit mazedonischen Wurzeln sagte gestern im Telefoninterview: «Ich will mich so geil wie möglich verkaufen.»

«Ich will mich so geil wie möglich verkaufen.»Emilija Mihailova

Dies ist in der Tat die Rolle, die ihr Chefjuror Dieter Bohlen zugedacht hat. Er beförderte sie explizit wegen anderer als gesanglicher Qualitäten in die Liveshows: «Wir müssen uns für die Sexbombe Emilija entscheiden», sagte er in der letzten Folge.

Alles andere wäre denn auch unlogisch. Denn Emilija Mihailova, die ihr sexy Image bewusst pflegt, sagt: «Ich bin schon lange eine Sexbombe, das steckt in mir.» Für das Männermagazin «Playboy» hat sie denn auch bereits nackt am Strand von Südafrika posiert und wird das Cover der Mai-Ausgabe zieren, wie «20 Minuten» berichtet.

Entgegen anderslautender Berichte hat die 29-Jährige «null Bezug zu Winterthur», wie sie sagt. «Ich bin noch nie dort gewesen und weiss nicht einmal, wie es dort aussieht.» Ihr liege Zürich näher, weil dort im Ausgang etwas laufe. Mihailova wird am Samstag den Dancehit «Katchi» von Ofenbach singen.

«Ich bin glücklich mit dem Song.» Bohlen räume den Kandidaten bei der Songauswahl ein Mitspracherecht ein. «Wir werden hier rundum gut versorgt», sagt Emilija Mihailova. Ob sie Superstar werde oder nicht: «Ich habe für mich selbst schon gewonnen und hier sehr viel gelernt», versichert die Schweizer Finalistin.

Wieder Backstreet-Boy-Song

Michel Truog, der seit zehn Jahren in Neftenbach lebt, wird für seinen Auftritt vor Millionenpublikum wieder einen Song der Backstreet Boys zum Besten geben: «I want it that way». Es ist bereits seine dritte Performance der amerikanischen Boygroup bei «DSDS».

Das Lied war ihm nicht vertraut. «Ich habe es erst lernen müssen.» Inzwischen beherrscht er den Song. «Ich bin glücklich damit, er passt zu meiner Stimme», sagt der 26-Jährige, der vor fünf Jahren schon einmal bei «DSDS» vorgesungen und viermal ein Nein erhalten hat.

«Man muss damit rechnen, blossgestellt und kritisiert zu  werden, aber ich habe keine Angst davor.»Michel Truog

Bohlen, der sich am Casting für die diesjährige Staffel daran nicht mehr erinnerte, überreichte ihm als erstem Schweizer die goldene CD und schickte den Neftenbacher damit direkt in die Top 24 der Castingshow.

Am Samstag will Michel Truog nun nochmal eine Scheibe drauflegen. «Ich will den ersten Platz gewinnen und dafür alles geben.»

Die Finalistinnen und Finalisten wohnen momentan alle in einer Loft in Köln und haben kaum Kontakt zu ihren Familien und Freunden. «DSDS» ist vom Konzept her eine Reality-Show, die Kandidaten auch in peinliche Situationen geraten lässt und lächerlich macht. «Man muss damit rechnen, blossgestellt und kritisiert zu werden, aber ich habe keine Angst davor», sagt Truog. Schliesslich habe er dazugelernt und sich auch verbessert.

«Billiges Entertainment»

Die Zuschauerzahlen der RTL-Show sind in den letzten Jahren eingebrochen. Nun seien sie wieder am Steigen, heisst es. Die Sendung wird seit ihrem Beginn vor 15 Jahren immer wieder stark kritisiert. So warf der Deutsche Kulturrat «DSDS» vor, kein echter Gesangswettbewerb zu sein, sondern auf Kosten junger Menschen billiges Entertainment zu produzieren.

(Der Landbote)

Erstellt: 12.04.2018, 18:29 Uhr

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