Winterthur

Der Bahnhofsumbau kostet die Stadt 14,5 Millionen weniger

Die Umbauten um den Hauptbahnhof dauern noch bis 2022. Erfreulich für Winterthur: Statt 61 Millionen Franken, muss die Stadt wohl weniger als 50 Millionen berappen.

Noch bis 2022 wird rund um den Hauptbahnhof Winterthur gearbeitet. Als nächstes steht die Neugestaltung der Rudolfstrasse an.

Noch bis 2022 wird rund um den Hauptbahnhof Winterthur gearbeitet. Als nächstes steht die Neugestaltung der Rudolfstrasse an. Bild: Melanie Duchene

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Masterplan Bahnhof ist ein Mammutprojekt. 2006 wurden die ersten Teilprojekte gestartet, 2022 werden voraussichtlich die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. Im Moment die auffälligste Baustelle ist die Gleisquerung über der Zürcherstrasse.

Bereits 190 Namensvorschläge

Gemeinsam mit dem bereits erstellten «Zwillingsplatz» auf der anderen Seite des Gleisfelds (Technikumstrasse) soll der Platz im Herbst fertiggestellt sein und im Oktober eingeweiht werden. Der Namenswettbewerb für die zwei Plätze läuft auf Hochtouren: Rund 190 Namensvorschläge für die neuen Plätze gingen bisher ein, sagte Baustadtrat Josef Lisibach (SVP) an der Pressekonferenz heute morgen.

Die nächsten grossen Projekte werden die Neugestaltung der Rudolfstrasse, samt unterirdischem Veloparkhaus sowie die Verbreiterung der Personenunterführung Nord. Parallel dazu wird auch eine Velounterführung gebaut. Im Moment baut die SBB zudem die Gleisanlagen ihres viertgrössten Bahnhofs aus, um bereit für die Leistungssteigerung der S-Bahn zu sein (nicht Teil des städtischen Masterplans).

Grund zur Freude

Die überraschendste Botschaft von Baustadtrat Lisibach betraf die Finanzen. 84 Millionen Franken hatte das Stimmvolk 2009 als Rahmenkredit für den Masterplan Bahnhof bewilligt. Netto rechnte die Stadt Winterthur mit einem eigenen Aufwand von 61 Millionen Franken. Und obwohl die Gesamtkosten durch eine Lageverschiebung der Velo- und Personenunterführung deutlich höher liegen als geplant, hat die Stadt Winterthur Grund zur Freude.

Da es gelungen ist, hohe Beiträge des Kantons zu sichern sowie 8,6 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes, liegen die städtischen Kosten laut heutiger Schätzung bei gerade einmal 46,4 Millionen Franken. Also mehr als 14 Millionen Franken tiefer als geplant.

Diese Zahl sei zwar mit Vorsicht zu geniessen, sagt Bauvorsteher Lisibach. Es könnten noch an verschiedenen Stellen unvorhergesehene Mehrkosten entstehen. So wie die Bauarbeiten bisher verlaufen, gebe es aber guten Grund, zuversichtlich zu sein.

Erstellt: 14.04.2016, 13:59 Uhr

Aktu.

In einer früheren Version dieses Artikels war von einer Ersparnis von 38 Millionen Franken die Rede. Gemäss Tiefbauamt sind die 84 Millionen Franken des Rahmenkredits als Bruttokosten zu betrachten; Netto habe die Stadt Winterthur mit einem eigenen Aufwand von 61 Millionen Franken gerechnet. Die Minderausgaben der Stadt betragen also rund 14,5 Millionen Franken.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!