Winterthur

Der Habersack im Lokdepot, März 1965

Hans-Peter Bärtschi hat ein riesiges Fotoarchiv. Für den Landboten sucht der Industriehistoriker Perlen heraus. Heute: Der Heimweh Ort.

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Ein Heimweh-Ort, spannender als jeder Fernweh-Ort an einem Strand. Drei Eisenbahnamateure trafen sich da jeden Sonntag, schrieben Loknummern auf, fotografierten sparsam: Filme und Bilder mussten selbst entwickelt werden. Den Fluchtpunkt hinter dem Bekohlungskran bildet die Eb 3/5 «Habersack», in ihr wurde das Feuer auch nachts und an Sonntagen gehalten.

Beim automatischen Pumpen von Wasser in den Kessel schien sie zu atmen; es roch nach schwefliger Kohle.

Allzeit bereit war sie, als Reservelok. Beim automatischen Pumpen von Wasser in den Kessel schien sie zu atmen; es roch nach schwefliger Kohle. Lokführer und der Depotvorstand kannten die Amateure, meldeten, wenn eine der letzten nicht musealen Dampfloks nach Etzwilen fuhr. Auch nach dem Dampfzeitalter blieb die Bahnbegeisterung. Wenn der Urheber dieser Fotos und Zeilen 2017 aus dem Lokdepot auszieht, hat er hier 20 Jahre seines Arbeitslebens mit Erhaltung von Industriekulturgütern verbracht – eines davon ist das Depot.

(Der Landbote)

Erstellt: 27.10.2016, 15:37 Uhr

Erlebte Industrie 2/15

In der 15-teiligen Serie zeigt der Winterthurer Industriehistoriker Hans-Peter Bärtschi Perlen aus seinem Bilderarchiv.

Der Bekohlungskran spielte einst eine wichtige Rolle. (Bild: Hans-Peter Bärtschi)

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