Zum Hauptinhalt springen

Der Römertor-Saal wird ein Auto-Showroom

Die Stadt vermietet das Restaurant Römertor samt Saal für fünf bis zehn Jahre der Hutter Auto Riedbach AG. Diese will ihr Gebäude an der Frauenfelderstrasse sanieren. Die Büros und die Autoausstellung zügeln derweil ins Römertor.

Die Hutter Auto Gruppe (rechts ennet der Strasse) zügelt teilweise und temporär ins Römertor.
Die Hutter Auto Gruppe (rechts ennet der Strasse) zügelt teilweise und temporär ins Römertor.
Marc Dahinden

Mitte Juli hatte die Stadt das ehemalige Restaurant Römertor im Zentrum von Oberwinterthur gekauft. Zurückgekauft, um ganz präzis zu sein. Denn die Stadt hatte das Restaurant mit dem grossen Saal nach einer Volksabstimmung 1970 selber bauen lassen. Beim Rückkauf diesen Sommer sprach die Stadt von einer «städtebaulichen Aufwertung des Areals» und von einem «Entwicklungsprozess», den man in Gang setzen wolle. Genauer wusste man noch nicht, was zu tun sei.

Gestern nun teilte das Finanzdepartement der Stadt mit, das ehemalige Restaurant und der Saal würden «für eine befristete Zwischennutzung an die Hutter Auto Riedbach AG vermietet». Fünf Jahre läuft der Mietvertrag fix, um weitere fünf Jahre kann er dann verlängert werden. Wenn die Stadt bis 2022 ihre Pläne konkretisiert hat, in welche Richtung die Entwicklung am Römertor gehen soll, kann sie kündigen.

«Wir freuen uns, gleich vis-à-vis eine, wenn auch zeitlich limitierte Erweiterung gefunden zu haben.»

Didier Brägger,Geschäftsleiter der Hutter Auto Riedbach AG

Im Rahmen dieser Überlegungen will die Stadt auch klären, ob das Gebäude definitiv unter Schutz gestellt wird oder ob es zu gegebener Zeit zugunsten einer besseren Lösung abgebrochen werden soll. Für den Moment wird die Restaurantküche entfernt und das Allernötigste geflickt. Kostenschätzung: 120 000 Franken. Eine Renovation ist das nicht.

Gebäude aus den 60er-Jahren

Die Hutter Auto Riedbach AG wird das Restaurant als Büros, den Saal und die Terrasse als Ausstellungsraum nutzen. Umbauten seien Sache der Mieterin, heisst es bei der Stadt. Die Hutter Auto Riedbach AG will zunächst ihr Gebäude an der Frauenfelderstrasse, das aus den 60er-Jahren stammt, modernisieren und energetisch verbessern. Auch die Raumaufteilung entspreche nicht mehr heutigen Bedürfnissen, sagt Geschäftsleiter Didier Brägger.

«Hutter ist ja nicht irgendwer, sondern eine lokal verankerte Firma, die Raumbedarf hat.»

Erich Dürig, Bereichsleiter Immobilien im Finanzdepartement

Er denkt auch schon weiter: «Wir freuen uns, gleich vis-à-vis eine, wenn auch zeitlich limitierte Erweiterung gefunden zu haben.» Die Hutter-Auto-Gruppe beschäftigt 110 Personen, davon 70 in Oberwinterthur. Die Hutter-Gruppe und die Hutter Dynamics des früheren FDP-Nationalrats Markus Hutter sind im Übrigen seit 2009 getrennte Unternehmungen.

«Zufrieden mit der Rendite»

Auch die Stadt wertet den Mietvertrag mit der Hutter-Unternehmung positiv. Erich Dürig, der Bereichsleiter Immobilien im Finanzdepartement, sagt: «Das Package muss stimmen: Hutter ist ja nicht irgendwer, sondern eine lokal verankerte Firma, die Raumbedarf hat. Und wir seitens der Stadt sind mit der Rendite sehr zufrieden.» Hätte die Stadt den Saal wieder in Betrieb nehmen wollen, hätte man «tief in die Tasche greifen müssen, um die Infrastruktur auf den heutigen Stand zu bringen».

Im Communiqué der Stadt wird zudem betont, dank des Mietvertrags könnten «wertvolle Arbeitsplätze für die Stadt sichergestellt werden». Dem Vernehmen nach würde die Autounternehmung gerne länger als bloss die ersten vereinbarten fünf Jahre mieten. Zu Bräggers Plänen gehört es, sich einerseits weiter um die Elektromobilität zu kümmern, andererseits kündigt er an, dass Ende Jahr die traditionsreiche Sportwagenmarke Alpine wieder belebt werde. Zudem werde demnächst eine komplett erneuerte Tankstelle eingeweiht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch