Winterthur

Der Rote Turm muss renoviert werden

Weil bei Wind Lamellen herabstürzen, muss die Fassade erneuert werden. Der Vermieter spielt das Problem herunter.

Der 1999 erbaute Rote Turm macht auch eingerüstet eine gute Figur.

Der 1999 erbaute Rote Turm macht auch eingerüstet eine gute Figur. Bild: Madeleine Schoder

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Vom Roten Turm nimmt man derzeit besser etwas Abstand. Denn bei starken Wind drohen die am Hochhaus installierten Glaslamellen herunterzufallen. Zweimal ist das in den letzten vier Monaten passiert, wobei glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Seit rund zwei Monaten ist das prägnante Gebäude nun eingerüstet, die Gefahr damit einigermassen gebannt.

Dass Glaslamellen heruntergestürzt sind, ist mehrfach bezeugt. Mehrere Mieter des Gebäudes sowie auch Handwerker, die derzeit an den Renovationen der Fassade beteiligt sind, bezeugen die Vorfälle. Hingegen will die Immobilien-Dienstleisterin Wincasa, die das 1999 gebaute Hochhaus für die Besitzerin Swiss Prime Site Immobilien AG vermietet, die Probleme nicht bestätigen. Sie schreibt lediglich, der Rote Turm werde derzeit «ganzheitlich aufgewertet». Dazu gehöre auch, dass die Glaslamellen «erneuert respektive ersetzt» würden. Der Rote Turm werde «eingekleidet und die Aussenfassade bis Mitte 2020 erneuert». Auf Nachfragen geht Wincasa nicht ein.

Rund 30 Parkplätze sind gesperrt

Laut den angefragten Mietern, gibt es durch das Baugerüst bisher keine oder lediglich geringe Einschränkungen. Insbesondere sind die Fenster des Restaurants Fritz Lambada, das im 23. Stockwerk einen Blick über die ganze Stadt bietet, im Moment nicht eingerüstet. Trotzdem hat das Restaurant noch bis Anfang September geschlossen, weil der Warenlift, auf den es angewiesen ist, für Bauarbeiten genutzt wird. Ab Mittwoch betreibt die Restaurant-Crew darum einen Food-Stand an den Musikfestwochen.

Die grösste Einschränkung besteht gemäss einem Mieter darin, dass rund 30 Parkplätze gesperrt bleiben, weil sie sich unter den Glaslamellen befinden. Im Moment fänden keine Arbeiten an der Fassade statt. Es sei wohl nicht ganz einfach, in kurzer Zeit neue solche Glaslamellen aufzutreiben, mutmasst er.

Der Turm ist ab September voll ausgelastet

Der ursprünglich als Swisscom-Tower erbaute Rote Turm wechselte 2001 in den Besitz von Swiss Prime Site. Lange wurde das Hochhaus von der Versicherungsgesellschaft Axa genutzt, nach deren Auszug vor vier Jahren standen grosse Teile leer. Wincasa betont nun, dass der Turm ab September voll vermietet sein wird. In die sechs derzeit leeren Stockwerke mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern wird die ZHAW School of Management and Law einziehen.

Erstellt: 05.08.2019, 17:13 Uhr

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