Winterthur

«Der Stadtrat war für mich schon länger ein Thema»

Kaspar Bopp soll für die SP im Juli den Sitz von Yvonne Beutler verteidigen. Wir haben mit dem früheren Gemeinderat gesprochen.

Kaspar Bopp bei seiner Vorstellung gestern Mittwoch. Der 40-Jährige will im Herbst die Nachfolge von Yvonne Beutler antreten.

Kaspar Bopp bei seiner Vorstellung gestern Mittwoch. Der 40-Jährige will im Herbst die Nachfolge von Yvonne Beutler antreten. Bild: nag

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Kam die Anfrage der SP für eine Kandidatur überraschend?
Kaspar Bopp: Ich wurde nicht angefragt, vielmehr fand ein Dialog statt und ich habe mich dann um das Amt beworben. Die Kandidatur ist also keine Verlegenheitslösung, ich wollte das wirklich.

Sie mussten also nicht lange überlegen, als sie vom Rücktritt hörten?
Der Stadtrat war für mich schon länger ein Thema. Ich habe mir eine Kandidatur schon bei früheren Rücktritten überlegt, auch bei der Gesamterneuerungswahl. Und diesmal stimmte der Moment. Da ich auch aus dem privaten und dem beruflichen Umfeld Rückendeckung erhalten habe, beschloss ich, es zu wagen.

«Meine Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftsliberalen Seite, ich würde mich eher gemässigt bezeichnen.»

Vor drei Jahren traten sie aber aus familiären und beruflichen Gründen aus dem Gemeinderat zurück. Was hat sich geändert?
Ich konnte beruflich ein grosses Projekt abschliessen und meine drei Kinder sind inzwischen auch selbständiger. Der Rücktritt aus dem Gemeinderat war für mich nie ein Abwenden von der Politik, mir war immer klar, dass ich irgendwann zurück wollte, wenn sich eine Konstellation ergibt, bei der es Sinn macht.

Die Politik ist aber sehr schnelllebig, kaum jemand kennt sie nach drei Jahren noch, ist das nicht ein Nachteil?
Nein, die Stärke meiner Kandidatur ist das grünsoziale Lager, das ich im Rücken habe. Zudem konnte ich in den letzten Jahren viel Berufserfahrung sammeln. Ich bin überzeugt, dass auf dieser Basis ein starker Wahlkampf möglich ist.

Wo innerhalb der SP würden sie sich selber einordnen?
Das links-rechts-Schema innerhalb der Partei finde ich eher schwierig. Meine Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftsliberalen Seite, ich würde mich als offen und vorwärts gerichtet bezeichnen, also eher gemässigt.

Kommt es Ihnen entgegen, dass es diesmal nur eine Einervakanz gibt?
Ich denke schon, es ist eine gute Ausgangslage. Man hat den Fokus auf dem einen Sitz, das hilft mir als Kandidat, der sich noch etwas positionieren muss.

Sie haben Erfahrung mit Finanzen, aber es könnte ja auch ein anderes Departement werden.
Ich würde mich auf jedes Departement freuen. Ich finde alle Aspekte des Zusammenlebens spannend, klar möchte ich die Finanzen gern übernehmen, aber ebenso auch alles andere.

Warum sollen die Winterthurerinnen und Winterthurer Sie wählen?
Ich kandidiere für den Erhalt der grünsozialen Mehrheit. Denn sie ermöglichst es, Blockaden zu lösen. Stadträtin Christa Meier konnte in kurzer Zeit Erfolge erzielen in der Verkehrspolitik. Mit meiner Wahl, lässt sich diese Dynamik weiterführen.

Erstellt: 24.04.2019, 16:10 Uhr

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