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Der Stadtteil, der nicht gebaut wurde

Fast drei Generationen lang sollte die Stadt hinauf nach Gotzenwil und Weiherhöhe wachsen. Seit ein paar Tagen ist der Plan Geschichte. Der Hang im Südosten von Seen wird zur Freihaltezone.

Grün gewinnt: Die Wiesen um Gotzenwil werden nicht überbaut – die Stadt bleibt weg.
Grün gewinnt: Die Wiesen um Gotzenwil werden nicht überbaut – die Stadt bleibt weg.
mad

Auf dem Schuepis, im Ifang und im Weier werden in den nächsten Jahrzehnten keine Häuser stehen. Die Wiesen um den Felsenhof und die Ziegelhütte bleiben den Kühen, Krähen und Traktoren vorbehalten. Und die Felder bei Gotzenwil und Weiherhöhe den Spatzen, Staren und Mähdreschern.

Es hätte auch anders kommen können. Als die Stadt in den 1950er-Jahren bei Gotzenwil 100 000 Quadratmeter Land kaufte, tat sie dies in der Absicht, Winterthur in Richtung Tösstal wachsen zu lassen. Auch die Genossenschaften HGW, GWG und Waldheim kauften Land am Hang hinter Seen. Der Plan war, darauf Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser zu bauen. So gross hätte der neue Stadtteil werden sollen, dass er eine eigene S-Bahnstation erhalten hätte. «Felsenhof» hätte sie geheissen und an den Bauernhof auf der grünen Wiese erinnert.

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