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Der Traktorfahrer an der Tanzdemo war «mehr als nur passiver Zuschauer»

Ein Mann wollte an der Tanzdemo mit einem Traktor mit Bier und Musik für Stimmung sorgen. Nun wurde er wegen Landfriedensbruchs verurteilt.

Hier wollte der junge Mann mit seinem Gefährt reinfahren: In die Menschenmenge, die sich beim Archareal versammelt hatte.
Hier wollte der junge Mann mit seinem Gefährt reinfahren: In die Menschenmenge, die sich beim Archareal versammelt hatte.
Heinz Diener

Cedric Wanner (Name geändert) fuhr am Abend der Tanzdemo im September 2013 auf der Unteren Vogelsangstrasse mit einem Traktor stadteinwärts. Mit dabei hatte er Instrumente, eine Musikan­lage und Bier. Er habe zu einem friedlichen Fest beitragen wollen, sagte Wanners Anwalt gestern vor Bezirksgericht. Von den folgenden Ereignissen gibt es zwei Versionen. Klar ist, dass Wanner von der Polizei aufgehalten wurde und seinen Traktor ge­gen­über dem Salzhauses parkieren musste. Die Polizei nahm ihm dann laut Anklageschrift die Zündschlüssel weg, da sie ihn noch kontrollieren wollte. Irgendwann wurde es Wanner zu bunt und er startete seinen Traktor mittels Kurzschluss und wollte davonfahren. Ein Polizist versuchte ihn anzuhalten und zu kontrollieren. Wanner fuhr jedoch «unbeirrt der mündlichen sowie mittels klarer Handzeichen gemachten Aufforderung, sein Fahrzeug zu parkieren, geradeaus». Er rollte direkt auf den Polizisten zu, sodass dieser befürchtete, er werde angefahren, und ausweichen musste. Erst ein Dienstfahrzeug habe Wanner zum Anhalten zwingen können. Die Anklage sieht ihn deshalb des Landfriedensbruchs und der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte schuldig. Ebenfalls vorgeworfen wird ihm, er habe die Kontrollschilder des Traktors mit einer Wolldecke abgedeckt.

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