Wahlen

Der verrückte, mögliche Wahlausgang

Bei den Wahlen ums Stadtpräsidium schwingt ein absurdes Szenario mit. Michael Künzle könnte zu einem zweiten Wahlgang gezwungen sein, zu dem er ganz allein antritt.

Christa Meier (SP), Annetta Steiner (GLP) und Michael Künzle (CVP) kandidieren für das Stadtpräsidium.

Christa Meier (SP), Annetta Steiner (GLP) und Michael Künzle (CVP) kandidieren für das Stadtpräsidium. Bild: Johanna Bossart

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Dass Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) bei den Wahlen von zwei Neuen herausgefordert wird, schmälert nicht nur die Wahrscheinlichkeit auf einen Wechsel an der politischen Spitze der Stadt. Es schafft auch eine interessante wie absurde Ausgangslage mit dem möglichen Resultat, dass Künzle sich am 15. April erneut um das Stadtpräsidium bewerben muss, dann aber ganz ohne Konkurrenz.

Doppelte Bedingung

Und das ginge so: Wer Stadtpräsident oder Stadtpräsidentin sein will, muss zwei Dinge erfüllen, er muss in den Stadtrat und ins Präsidium gewählt werden - letzteres entweder im ersten Wahlgang mit dem absoluten oder dann im zweiten mit dem relativen Mehr.

In Winterthur treten am 4. März mit Christa Meier (SP), Annetta Steiner (GLP) und Künzle zwei Kandidatinnen und ein Kandidat aus allen Ecken des politischen Spektrums ums Präsidium an. Die Stimmen könnten sich entsprechend verteilen. Gewinnt Künzle, aber Meier und Steiner holen gemeinsam mehr Stimmen, verfehlt der amtierende Stadtpräsident das absolute Mehr. Er gilt damit nicht als gewählt und muss ein zweites Mal antreten.

Reicht es gleichzeitig weder Meier noch Steiner für einen einfachen Stadtratssitz, weil zum Beispiel alle Bisherigen mehr Stimmen machen, dann dürfen sie im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten. Künzle wäre so der einzige verbleibende Kandidat. Es sei denn, unter den wiedergewählten Stadtratskolleginnen und -kollegen würde sich, wider Erwarten, noch eine neue Kandidatur finden.

Wahrscheinlichkeiten

Die Stadtkanzlei bestätigt das Szenario. Thomas Bolleter, Leiter Wahlen und Abstimmungen, will aber nicht über mögliche Wahrscheinlichkeiten spekulieren. Alltäglich ist ein zweiter Wahlgang mit Forfait-Charakter sicher nicht. Der frühere Stadtschreiber Arthur Frauenfelder kann sich spontan an keinen solchen Fall in Winterthur erinnern. Die Möglichkeit aber, das sagt auch er, besteht. (Landbote)

Erstellt: 28.02.2018, 11:47 Uhr

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