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«Deutsch ist der Schlüssel zur Integration»

Drei Jahre nach der Flüchtlingswelle ist die Hilfsbereitschaft nicht erlahmt. Die freiwilligen Sprachlehrer von Solinetz bieten zehn Intensiv-Deutschkurse an. Das heisst: täglicher Unterricht, Wörter büffeln, Präsenzkontrolle. «Verbindlichkeit ist wichtig», sagt Initiantin Constanze Schade.

«Deutsch lernen braucht Durchhaltewillen»: Constanze Schade führt ihre Klasse im Raum 8 des alten Busdepots mit der ganzen Routine von über 30 Jahren Lehrerfahrung.
«Deutsch lernen braucht Durchhaltewillen»: Constanze Schade führt ihre Klasse im Raum 8 des alten Busdepots mit der ganzen Routine von über 30 Jahren Lehrerfahrung.
Enzo Lopardo

Das Zimmer 8 im Verwaltungstrakt des alten Busdepots Deutweg ist unverkennbar ein Schulzimmer: Vorne ein Whiteboard, umringt von bunten Vokabel-Zetteln, die Pulte sind in Hufeisenform aufgestellt. Es gibt zwar keine Pausenglocke, aber um acht sitzen alle 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des B1-Kurses pünktlich an ihren Plätzen. Sie kommen aus Afghanistan, Syrien, der Türkei, El Salvador oder dem Tibet, der jüngste ist 15 Jahre alt, die älteste über vierzig, eine mehrfache Mutter.Kursleiterin Constanze Schade beginnt die Stunde: Sie verteilt korrigierte Hausaufgaben vom Vortag und fragt gelernte Voki-Kärtchen ab. Zu jedem Wort müssen die Schüler jeweils den richtigen Artikel kennen, einen Beispielsatz und die Deklination aufsagen. Die Antworten kommen wie aus der Kanone geschossen. Etwa zwei Stunden übe er jeden Nachmittag, sagt später ein junger Mann aus Syrien.

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