Seen

«Die Eiche ist der Baum der Zukunft»

Die Privatwaldkorporation pflanzt Eichen für einen klimastabilen Mischwald.

50 neue Eichen werden im Dürrhölzli gepflanzt.

50 neue Eichen werden im Dürrhölzli gepflanzt. Bild: pixabay

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Morgen ist Pflanztag. Rund ein Dutzend Mitglieder der Privatwaldkorporation Seen wird sich im so genannten Dürrhölzli treffen, einem Waldstück zwischen Oberseen und Eidberg, das von Brombeerstauden beherrscht wird.

Bäume haben es dort schwer, sich gegen das dornige Dickicht durchzusetzen. Das will die Korporation nun ändern. Man will auf diesem unwirtlichen Streifen ein Wäldchen anlegen, das für die Zukunft steht.

«Auf Fichten verzichten wir wegen der Borkenkäfergefahr und wegen des Klimawandels»

Das Ziel sei, «einen zukunftsfähigen, klimastabilen Mischwald zu entwickeln», sagt Erwin Schmid, der Präsident der Korporation. Er wohnt selber in der Weierhöhe und ist vom Fach: Als Chef der Abteilung Staatswald und Ausbildung beim kantonalen Zürcher Forstdienst weiss er, was in einen solchen klimastabilen Mischwald gehört.

«Wir werden etwa 50 Eichen pflanzen und 50 andere Bäume wie Erlen, Ahorne, Kirschbäume und Douglasien.» Andere Baumarten, wie zum Beispiel Weisstannen, sollen sich zudem natürlich verjüngen und zur Stabilität des Wäldchens beitragen, auf Fichten (oder Rottannen, wie sie der Volksmund nennt) hingegen will man verzichten.

«Wegen der Borkenkäfergefahr und wegen des Klimawandels», so Erwin Schmid. «Die Eiche ist der Baum der Zukunft», sagt auch Felix Keller, der Geschäftsführer von Wald Zürich, dem Verband der Waldeigentümer im Kanton.

50 Besitzer mit Teilrechten

Der Verband feiert sein 100-Jahr-Jubiläum und schenkt aus diesem Anlass allen Mitgliedern eine junge Eiche. Das Geschenk an die Privatwaldkorporation Seen wird ebenfalls am Samstag im Dürrhölzli gepflanzt.

Die Privatwaldkorporation hat fünfzig Mitglieder, jedes Mitglied besitzt unterschiedlich viele Teilrechte am gesamten Waldbestand von 27 Hektaren. Präsident Schmid zum Beispiel hat vier Teilrechte, das neueste Mitglied ist die Stiftung St.Urban (mit Altersheim und Demenzzentrum), das ein Waldstück von rund einer Hektare in die Korporation eingebracht hat. Dafür gibt es 22 Teilrechte von total gut 700 .

Die Aufsicht über den Korporationswald obliegt dem Stadtförster, die Arbeiten werden vergeben an Forstunternehmen oder an die Stadt. Die Pflanzaktion von morgen hat eher symbolischen Charakter. Gleichwohl wird dort professionell diskutiert über Käfer und Klima, Eichen und Erlen. Dazu gibts eine Wurst vom Grill.

Erstellt: 28.03.2019, 18:19 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles