Winterthur

Die KESB Winterthur-Andelfingen schloss über 6100 Verfahren ab

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Winterthur-Andelfingen hat im Jahr 2016 effizient gearbeitet: Einerseits sanken die Nettokosten, andererseits stieg die Zahl der abgeschlossenen Verfahren.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Insgesamt schloss die KESB mit 3076 Verfahren im Kindesschutz und 3047 Verfahren im Erwachsenenschutz 6123 Verfahren ab. Im Vorjahr waren es 5752. Gleichzeitig wurden 2946 Verfahren im Kindesschutz (Vorjahr 2750) und 2898 (Vorjahr 2685) im Erwachsenenschutz neu eröffnet. Damit war die Zahl der pendenten Fälle per Ende Jahr kleiner als zu Beginn des Jahres, wie die KESB Winterthur-Andelfingen am Freitag mitteilte.¨

Ein Verfahren wird durch eine Gefährdungsmeldung bei der KESB ausgelöst. Dabei wird geklärt, ob die entsprechende Person schutzbedürftig ist und allenfalls eine Massnahme angeordnet.

Per 31.12.2016 bestanden 1079 Massnahmen bei Kindern - beispielsweise Beistand- oder Vormundschaften - und 1818 bei Erwachsenen (Beistandschaften und fürsorgerische Unterbringungen): Damit sank die Zahl im Kindesschutz im Vergleich zum Jahresbeginn, im Erwachsenenschutz stieg sie leicht an.

20 Mal Kinder fremdplatziert

Zu den stärksten Eingriffen in die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen komme es selten. Dazu gehören die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung bei Erwachsenen oder die Platzierung eines Kindes in einer Pflegefamilie oder Institution. Im Jahr 2016 entzog die KESB den Eltern 20 Mal das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihr Kind (Vorjahr 38) und konnte es in 27 Fällen wieder erteilen (Vorjahr 41). «Die angeordneten Massnahmen werden regelmässig überprüft und nur so lange wie nötig aufrechterhalten», heisst es weiter.

Die Nettokosten betrugen 2016 rund 7,1 Millionen Franken. Damit sind die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um 0,42 Millionen gesunken.

KESB vermittelt auch bei Streit ums Kind

Die KESB Winterthur-Andelfingen ist für die Stadt Winterthur und alle Gemeinden der Bezirke Winterthur und Andelfingen zuständig. Das sind rund 196'000 Personen. Sie verfügt über 43 Stelleneinheiten.

Die KESB sorgt für den Schutz von Personen, die nicht selbstständig in der Lage sind, die für sie notwendige Unterstützung einzuholen. Ein weniger bekannter Teil der Arbeit der KESB bilde zudem die Vermittlung in «streitigen Kinderbelangen», wie es weiter heisst. Wenn sich Eltern um die elterliche Sorge, die Obhut oder den persönlichen Kontakt mit dem Kind streiten und keine Lösung finden, muss die KESB entscheiden. (mcp/sda)

Erstellt: 07.07.2017, 09:57 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Gebärdensprache Lernen mit den Händen zu sprechen

Hier kocht Kochen ist wie ein Spiel ohne Grenzen

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!