Winterthur

Die renovierte Turnhalle an der Wülflingerstrasse ist nun erdbebensicher

Gestern wurde das frisch sanierte Schulhaus Wülflingen eingeweiht. Unter anderem wurden die Bausubtanz verbessert, bei der die Stadt über 100 Jahren gespart hatte.

«Alle Jahre wieder . . .» Die Schulkinder weihten ihre frisch renovierte Turnhalle mit zwei Liedern ein.

«Alle Jahre wieder . . .» Die Schulkinder weihten ihre frisch renovierte Turnhalle mit zwei Liedern ein. Bild: Heinz Diener

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Einen so frenetischen Applaus wie gestern Nachmittag hat Jürg Altwegg (Grüne) als Schulvorsteher für eine eher nüchtern gehaltene Rede bestimmt noch nie erhalten. Wer schon pfeifen konnte, der tat es.

Die Primarschülerinnen und -schüler des Schulhauses Wülflingerstrasse waren bei der Einweihung ihrer frisch sanierten Turnhalle mit dem leuchtend hellblauen Boden sichtlich aufgestellt.

Mit den neuen Garderoben, LED-Lampen und den renovierten Schulzimmern, Handarbeitsraum und Musikzimmer wirkt alles heller und frischer. 

Auch wenn ihr Schulhaus lediglich sanft renoviert worden war, gefühlt war es neu, denn die Summe machts: mit seinen neuen Garderoben, LED-Lampen und den renovierten Schulzimmern, Handarbeitsraum und Musikzimmer wirkt alles wieder heller und frischer.

Neu stehen dem Hort zwei Räume zur Verfügung die Lehrer zogen in einen neuen Aufenthaltsraum. Kostenpunkt der ein Jahr dauernden Bauarbeiten: 3,8 Millionen Franken.

Risse in der Turnhalle

Zu Buche schlugen allerdings nicht nur die einfachen Verschönerungsarbeiten, sondern auch Eingriffe in die Baustatik: Die Turnhalle und das Schwimmbad waren nicht mehr erdbebensicher. An der Decke hatten sich bereits Risse gebildet. Mit Betonbögen und -fassaden, sowie Stahlverstrebungen schuf man dem nun Abhilfe, auch in den Gängen unter dem Schwimmbecken, wo die Wasseraufbereitungsanlage steht.

Wegen der Wasserwellen, die bei einem Erdbeben entstünden, würde sich der Druck aufs Fundament besonders ungleichmässig und damit ungünstig verteilen, erklärte der Projektleiter.

Schon vor 100 Jahren sparsam

Gebaut wurde das Schulhaus 1906 nach den Plänen der Architekten Robert Rittmeyer und Walter Furrer, anfangs des 20. Jahrhundert zwei bekannte Namen. Mit seinen Elementen aus dem Neobarock, dem Heimat- und dem Jugenstil ist der Bau von 1906 tatsächlich repräsentativ.

Abstriche wurden damals offenbar bei der Umsetzung und der Bausubstanz gemacht. Lediglich 250 000 Franken hatte die Stadt damals aufgewendet, «schon sehr wenig im Vergleich zu heute», fand Altwegg.

(Der Landbote)

Erstellt: 08.12.2017, 18:30 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!