Energiekonzept 2050

Die Stadt erreicht ihre Zwischenziele

Winterthur hat heute einen Zwischenbericht zum Energiekonzept 2050 vorgelegt. Die bis 2020 gesetzten Ziele wurden weitgehend erreicht – der Treibhausgasausstoss konnte jedoch nicht verringert werden.

Die Reduktion der Ölheizungen ist ein wichtiger Aspekt beim Erreichen der Klimaziele 2050.

Die Reduktion der Ölheizungen ist ein wichtiger Aspekt beim Erreichen der Klimaziele 2050. Bild: Marc Dahinden

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Die Stadt Winterthur legte heute dem Grossen Gemeinderat den Monitoring- und Controllingbericht zum städtischen Energiekonzept 2050 vor.

Darin ist festgehalten, dass die bis 2020 gesetzten Zwischenziele betreffend Primärenergieverbrauch und Treibhausgasausstoss offenbar bereits heute erreicht werden konnten. Auch der Kernenergieanteil liegt heute unter den bis 2020 avisierten 20 Prozent. Der Treibhausgasausstoss hat sich jedoch seit der letzten Berechnung im Jahr 2012 nicht weiter reduziert. Darin sieht die Stadt Handlungsbedarf und wirkt gemäss Mitteilung mit über vierzig Massnahmen dem Klimawandel entgegen.

Wirksame Änderungen

Wie die Stadt schreibt, haben sich in den letzten Jahren insbesondere Massnahmen im Gebäudebereich, der Ersatz von Ölheizungen durch klimaschonendere Heizsysteme sowie der Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen als wirksam erwiesen und zum Erreichen der Zwischenziele beigetragen. Die markante Reduktion des Primärenergiekonsums und des Kernenergieanteils sei massgeblich auf die Einführung eines Standard-Stromproduktes zurückzuführen, das zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien besteht.

Der Konsum von vergleichsweise wenig, aber CO2-intensivem Strom und die nur moderate Abnahme des Endenergiekonsums haben jedoch dazugeführt, dass die CO2-Emissionen seit dem Jahr 2013 stagnieren und nicht weiter sinken. Diese Entwicklung zeigt, dass weiterhin viel Handlungsbedarf besteht, hält die Stadt in ihrem Bericht fest.

Im Bau neuer Wärmeverbünde mit erneuerbaren Energieträgern sieht man die Massnahme mit dem grössten CO2-Einsparpotenzial. Entsprechend arbeitet die Stadt mit Hochdruck an solchen Lösungen und prüft beispielsweise Alternativen zu dem aus wirtschaftlichen Gründen gestoppten Wärmeverbundprojekt Aquifer.

Weiter will die Stadt auch im Bereich Mobilität eine Senkung des CO2-Ausstosses erreichen – beispielsweise durch das Vermeiden einer weiteren Zunahme des motorisierten Verkehrs. Der Umstieg auf den Fuss- und Veloverkehr soll dagegen gefördert werden.

Die Stadt informiert den Gemeinderat alle vier Jahre über den Stand und Erfolg des Energiekonzepts 2050 und zeigt darin den Handlungsbedarf auf, mit dem die Ziele des Konzepts erreicht werden sollen. (huy)

Erstellt: 16.05.2018, 12:11 Uhr

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