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Die Swica darf ihren neuen Hauptsitz bauen

Mit 58,4 Prozent kommt der Gestaltungsplan durch, auch im Stadtkreis der Gegner.

Am geplanten Hauptsitz an der Römerstrasse will die stark wachsende Swica bis zu 500 Mitarbeitende unterbringen.
Am geplanten Hauptsitz an der Römerstrasse will die stark wachsende Swica bis zu 500 Mitarbeitende unterbringen.
Visualisierung PD

Es kommt relativ selten vor, dass das Volk über einen Gestaltungsplan abstimmen muss. Das letzte Mal war das vor vier Jahren der Fall, als der öffentliche Gestaltungsplan Werk 1 (heute «Lok­stadt») angenommen wurde. Damals ging es um ein ganzes neues Stadtquartier, mit Hochhäusern, Büros, Wohnungen und Bildung. Der Gestaltungsplan Swica war dagegen zwei Nummern kleiner: Hier ging es «nur» um Arbeitsplätze. Und um die Frage, ob die Krankenkasse an ihrem Hauptsitz in einer Quartiererhaltungszone zwei Bürobauten abreissen darf, um sie durch einen grösseren Neubau zu ersetzen.

Nur für Anwohner emotional

Grosse Emotionen weckte diese Frage – ausser bei der Versicherung selbst – wohl nur bei den direkten Anwohnern. Der Bewohnerverein Inneres Lind hatte mit seinem Referendum die Abstimmung überhaupt erst erzwungen. Ansonsten waren sowohl der Stadtrat als auch der Gemeinderat eindeutig für das Projekt. Auch sämtliche Parteien unterstützten es, bis auf die SP, die Stimmfreigabe beschloss. Das Stimmvolk folgte diesen Empfehlung am Ende, wenn auch mit 58,4 Prozent einigermassen knapp.

«Alle haben mir im Vorfeld gesagt, das wird eine klare Sache», sagte Swica-Finanzchef Norbert Reisinger, nachdem das Resultat bekannt war. «Aber jetzt sind wir froh, dass wir diese Abstimmung sehr ernst genommen haben.» Bei der Swica, die im neuen Hauptquartier bis zu 500 Arbeitsplätze zusammenziehen will, sei die Erleichterung sehr gross. «Es ist für uns ganz entscheidend, dass wir in einem einzigen Gebäude zusammenarbeiten können», so Reisinger. Der Neubau wurde durchs starke Stellenwachstum der Swica nötig. «Und er ist für uns ein Bekenntnis zum Standort Winterthur», sagt Reisinger.

Die Gegner aus der Anwohnerschaft hatten den fünfstöckigen Bau als «Büromonster» bezeichnet, zu gross für das grüne, von Gärten geprägte Quartier. Doch auch im eigenen Wahlkreis, Altstadt, überzeugten sie keine Mehrheit. 55,3 Prozent stimmten Ja zum Gestaltungsplan.

Dass die Swica trotz breiter Unterstützung und dem Segen des Stadtrats ein wenig zittern musste, erklärt sich Baustadträtin Christa Meier (SP) damit, dass «die Gartenstadt bei der Winterthurer Bevölkerung einen hohen Stellenwert geniesst. Bauprojekte dort werden mit einer grundsätzlichen Skepsis geprüft.» Dass das «sehr sorgfältige» Projekt der Swica nun gebaut werden darf, freue den Stadtrat sehr.

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