Winterthur

Die Top 5 des Frage-Antwort-Spiels

Zweimal im Jahr darf der Gemeinderat dem Stadtrat Löcher in den Bauch fragen. Gestern war es wieder so weit. Anbei die Top 5 aus dem 27 Fragen langen Katalog.

Der Abzweiger nach links auf der Lindstrasse stadtauswärts wird kaum genutzt, blockiert aber den entgegenkommenden Verkehr stadteinwärts. Der Bus bleibt nicht selten im Rückstau stecken. Das muss nicht sein, findet SP-Gemeinderat Christohp Baumann.

Der Abzweiger nach links auf der Lindstrasse stadtauswärts wird kaum genutzt, blockiert aber den entgegenkommenden Verkehr stadteinwärts. Der Bus bleibt nicht selten im Rückstau stecken. Das muss nicht sein, findet SP-Gemeinderat Christohp Baumann. Bild: Johanna Bossart

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Platz 5

Dass die Fragestunde nicht nur eine lockere Plauderei ist, sondern bisweilen auch die Geburtsstunde konkreter politischer Resultate sein kann, bewies gestern Jürg Altwegg. Der Gemeinderat der Grünen wunderte sich, dass Velofahrer nach der «wunder­baren neuen Brücke über die Seenerstrasse» (bei der Barbara-Reinhart-Strasse in Hegi) plötzlich vor einem Fahrverbot stehen, mit der Androhung von 200 Franken Busse.

Polizeivorsteherin Barbara Günthard-Maier (FDP) antwortete, sie habe einen Mitarbeiter zur Abklärung vor Ort geschickt. Resultat: «Da ist etwas schiefgelaufen.» Das Schild, versprach sie, komme weg, spätestens bis zur nächsten Sitzung.

Platz 4

Auch ein anderes Verkehrsan­liegen blieb beim Stadtrat nicht ungehört. Christoph Baumann (SP) schlug vor, den Linksab­bieger von der Lind- auf die St.-Georgen-Strasse aufzuheben (Bild). Denn dieser verkürze die Grünphasen des Gegenverkehrs um die Hälfte und halte so Busse, Velo­fahrer und Automobilisten, die in die Stadt unterwegs seien, unnötig auf.

Dabei gebe es, um auf die St.-Georgen-Strasse zu kommen, einen gut ausgebauten Weg über die Museums- und General-Guisan-Strasse. Bauvorsteher Josef Lisibach (SVP) pflichtete bei: Der Abbieger sei auch aus seiner Sicht auf den ersten Blick unnötig. Man müsse aber die Verkehrssituation grossräumig betrachten. Das passiert offenbar auch: Die Stadt prüft den Abzweiger im Rahmen einer Motion, die ein besseres Durchkommen für Busse verlangt. Ergebnisse sind bis Ende des Jahres zu erwarten.

Platz 3

Apropos Ergebnisse: Was ist eigentlich aus den Helikopter-Luftaufnahmen des letzten Al–banifestes geworden? Diese Frage richtete Regula Keller (SP) an Barbara Günthard-Maier. Diese erwiderte, die Ergebnisse seien selbstverständlich ausgewertet worden. Demnach ist die Besucherdichte am Albanifest nicht ganz so prekär wie befürchtet.

An einzelnen Problempunkten werde aber die heikle Dichte von drei Personen pro Quadratmeter erreicht. Zum Teil liege das an falsch platzierten Ständen. Das Albanifest-Komitee und die Polizei haben deshalb Anpassungen am Raumkonzept gemacht.

Platz 2

Zu viel Raum und eine zu geringe Dichte gibt es in Teilen des Superblocks. Diese Überzeugung vertrat Daniel Oswald (SVP) und wollte wissen, was mit den ungenutzten Flächen im Verwaltungsgebäude passiert. Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) bestätigte, die Stadt habe tatsächlich eine Reservefläche gemietet, wobei der Zuzug der entsprechenden Dienste ausgeblieben sei.

Und er versicherte: «Wir sind dran, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten.» Denkbar seien grosse Sitzungszimmer. Davon gebe es im Superblock zu wenig, wie die Kommissionsmitglieder ja selbst schon hätten erfahren müssen.

Platz 1

Eine geteilte Erfahrung war auch Gegenstand der Frage von Chantal Leupi (SVP). Sie kämpft regelmässig mit dem hiesigen Gebührensack. Mal reisse der Bändel beim Zuschnüren ein, mal bringe sie die Rolle nicht auf, ohne einen Sack zu beschädigen. Hat die bald höchste Winterthurerin etwa zu lange Fingernägel? Nein. Stadtrat Josef Lisibach bestätigte, zuletzt hätten sich Klagen über den Sack gehäuft.

Qualitätsprobleme gab es schon einmal: 2010, kurz nach der Einführung der Säcke, musste der Lieferant eine komplette Ladung zurücknehmen. Danach ebbten die Klagen ab. Wird beim Winti-Sack also wieder gepfuscht? Das klärt nun die Empa, die den Sack auf Herz und Nieren prüft.

Erstellt: 22.03.2016, 09:08 Uhr

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