Winterthur

Die verbotene Stadt, Februar 1965

Hans-Peter Bärtschi hat ein riesiges Fotoarchiv. Für den Landboten sucht der Industriehistoriker Perlen heraus. Heute: Wo man früher einen Einlasszettel ausfüllen musste.

Früher stoppte man hier beim Portier, um einen Einlasszettel auszufüllen. Heute, um gemütlich einen Kaffee zu trinken.

Früher stoppte man hier beim Portier, um einen Einlasszettel auszufüllen. Heute, um gemütlich einen Kaffee zu trinken. Bild: Hans-Peter Bärtschi

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Anmeldung! Die «verbotene Stadt» wurde früher von sechs Portiers bewacht. Diejenigen, die täglich im Sulzer-Areal ein und aus gingen, kamen mit Gesichtskontrollen durch: 15'000 in der Stadt, in der Loki und in Oberi.

Alle anderen waren telefonisch oder schriftlich angemeldet und mussten in einem der Portierhäuschen einen Zettel ausfüllen. Man hatte aber seine Kontakte, kam mit einem befreundeten Arbeiter hin­ein – oder auch nicht.

Das «Objet de désir» war unerreichbar

Das «Objet de désir», die Dampflok im Hintergrund, war für mich unerreichbar. So kam dieses Bild mit dem zwar geöffneten, aber für Aussenstehende unpassierbaren Eingang zustande.

Das Portierhäuschen, eine elegante Architektur von 1955, gibt es als Bistro immer noch. Auch die Fabrikbauten im Lagerplatz bleiben, dank der Stiftung Abendrot. Nur die Arbeiter gibt es unter dem Firmen­namen Sulzer nicht mehr – ein russischer Investor streicht in Oberi die letzten Sulzer-Werkplätze. (Landbote)

Erstellt: 13.10.2016, 15:01 Uhr

Erlebte Industrie 1/15

In der 15-teiligen Serie zeigt der Winterthurer Industriehistoriker Hans-Peter Bärtschi Perlen aus seinem Bilderarchiv. Zum Auftakt eine Aufnahme aus dem einstigen Herzen der Fabrikstadt, am Tor zum Sulzer-Areal.

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