ZHAW

Die ZHAW setzt auf papierlose Semestergebühren

Drittmittel, Frauenquote, Gewinn: Bei der ZHAW hatten 2018 fast alle Zahlen ein positives Vorzeichen.

Die ZHAW zählte im Jahr 2018 total 12847 Studierende.

Die ZHAW zählte im Jahr 2018 total 12847 Studierende. Bild: Marc Dahinden

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Dass sich Winterthur als Studentenstadt fühlen kann, liegt massgeblich an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). 12847 Studierende zählte sie im Jahr 2018, wie im aktuellen Jahresbericht nachzulesen ist. Das sind 450 (gut drei Prozent) mehr als im Vorjahr.

Das Geschlechterverhältnis ist fast exakt ausgeglichen – der Frauenanteil lag 2018 bei 48,3 Prozent, leicht höher als im Vorjahr. Doch die Ausgeglichenheit täuscht. Lediglich in den Departementen Wirtschaft sowie Chemie (in Wädenswil) büffeln ähnlich viele junge Frauen wie Männer. In anderen ZHAW-Studiengängen gibt es auf Bachelor-Stufe offenbar nach wie vor Männerdomänen (Technik und Informationstechnologie mit 90 Prozent Männeranteil, Architektur mit 78 Prozent) und «Frauenfächer» (Gesundheit mit 89 Prozent Frauenanteil, Angewandte Linguistik mit 86 Prozent).

Im Finanzbericht der ZHAW wird für 2018 ein Gewinn von 11,2 Millionen Franken verzeichnet (Vorjahr: 7,2 Millionen). Das lag unter anderem daran, dass es der Hochschule gelang, deutlich mehr Drittmittel zu akquirieren: 55 Millionen Franken, verglichen mit 42 Millionen im Vorjahr. Sie machen inzwischen fast so viel aus wie die Kurs- und Studiengebühren (61 Millionen). Den weitaus grössten Teil des 467-Millionen-Budgets bestreitet aber die öffentliche Hand: Mehr als drei Viertel der ZHAW-Einnahmen kommen von (in dieser Reihenfolge) dem Kanton Zürich, dem Bund und von anderen Kantonen.

Kreditkarte als Standard

Dass die Digitalisierung voranschreitet, zeigt sich an der ZHAW unter anderem beim halbjährlichen Ritual der Zahlung der Semestergebühren. Hier stirbt der Einzahlungsschein aus – die Studierenden von heute zahlen per Karte. Wer sich neu für ein Studium an der ZHAW einschreibt, erhält schon seit dem Herbstsemester 2018 folgende Anweisung: «Sie werden gebeten, die Studiengebühr online zu bezahlen. Mögliche Zahlungsmittel sind Postfinance Card oder Kreditkarte.» Ab Frühlingssemester 2020 soll dieser neue Bezahlprozess für sämtliche Studierenden eingeführt werden.

Laut Michael Bischofberger, Leiter Finanzen und Controlling, haben die Studierenden diese Umstellung gewünscht. «Mit dem neuen Prozess löst die Zahlung die Ausstellung der Semesterbestätigung aus.» Die Studierenden haben diese also schon Minuten nach der Zahlung zur Verfügung, in digitaler Form. «So können sie diese frühzeitig bei Ämtern oder Stipendienststellen einreichen», sagt Bischofberger. Ausserdem könnten so 12000 Papierrechnungen vermieden werden.

Doch was tun Studierende, die weder ein Postkonto noch eine Kreditkarte haben? Die klassische Online-Überweisung oder ein Einzahlungsschein stünden weiterhin zur Verfügung, sagt Bischofberger. Allerdings ohne den Vorteil der Online-Semesterbestätigung. Im Frühling 2020 sollen noch weitere Zahlungsmöglichkeiten dazukommen. (Landbote)

Erstellt: 14.05.2019, 16:02 Uhr

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