Brütten

Dorfzentrum für eine alternde Bevölkerung

Der Gemeinderat hat am Samstagmorgen die Pläne für die Sanierung des Schulhauses Chapf und das Dorfzentrum vorgestellt – und Diskussionen ausgelöst.

Alterswohnungen, Läden, vielleicht sogar ein Bistro beim Park: So stellen sich die Gewinner des Architekturwettbewerbs den Dorfkern vor.

Alterswohnungen, Läden, vielleicht sogar ein Bistro beim Park: So stellen sich die Gewinner des Architekturwettbewerbs den Dorfkern vor. Bild: Modellfoto: PD

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Interesse an der Infover­anstaltung des Gemeinderats war gross: Rund 100 Personen fanden am Samstagmorgen ihren Weg in die Mehrzweckhalle des Schulhauses Chapf, um zu hören, wie der Gemeinderat das Schulhaus sanieren will und auch was seine Pläne für das Dorfzentrum sind.Es ging zuerst um die Sanierung des Schulhauses Chapf. Die jetzige Heizung ist zwanzig Jahre alt und muss ausgewechselt ­werden. Damit einhergehend wird vorgeschlagen, das Gebäude energetisch zu sanieren. Der Gemeinderat will die Fenster ersetzen und das Dach dämmen, bevor nachher eine neue Heizung eingebaut wird. Kostenpunkt: rund 1,2 Millionen Franken. In einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 18. April wird darüber abgestimmt.

Das Projekt kam bei den An­wesenden in der anschliessenden Diskussion gut an. Sachfragen gab es aber trotzdem: Ob das Gebäude anders aussehen werde? Nein, das Gebäudebild inklusive des Eternitdaches bleibe gleich, so die Antwort. Das Dach werde durch die Dämmung lediglich ein wenig höher. Ob man mit Asbest rechnen müsse, wollte ein anderer wissen. Davon sei auszu­gehen. Es habe aber eine Schadstoffanalyse gegeben, die Arbeiten würden selbstverständlich Suva-konform ausgeführt und zudem in den Sommerferien, wenn keine Schüler im Gebäude sind.

Das zweite Thema waren die Pläne für den Dorfkern. Zwei Gedanken standen im letztjährigen Architekturwettbewerb im Vordergrund: Erstens hat die Gemeinde Bedarf an Alterswohnungen. Und zweitens soll das Zen­trum für das Gewerbe attraktiv bleiben. Insbesondere den Volg-Laden möchte man erhalten. Dem haben die Wettbewerbsgewinner Roider Giovanoli Architekten und Linea Landschaftsarchitekten Rechnung getragen: In verschiedenen Etappen sollen Alterswohnungen entstehen sowie in zwei weiteren Gebäuden Räume für Dienstleistungen wie Detailhandel, ein Bistro und Spit­ex und Arztpraxen.

Diskussion statt frühen Apéros

Nicht gut an kam der Vorschlag von Gemeindepräsident Rudolf Bosshart, Fragen zu diesem Projekt könne man informell beim Apéro stellen. Man solle die verbleibende halbe Stunde doch bitte zur formellen Diskussion nutzen, meinte ein Anwesender. Dies stiess auf Zustimmung, gab es doch durchaus kritische Fragen. Was zum Beispiel passiere, wenn Etappe eins, die Alterswohnungen, nicht durch die Abstimmung käme. Ob Etappe zwei, die Sanierung des Volg-Gebäudes, trotzdem weiterverfolgt werde?

Bosshard antwortete ausweichend. Er sei sicher, man werde eine annehmbare Lösung für die Alterswohnungen finden und dann rasch auch die zweite Etappe in Angriff nehmen. Der Fokus des Gemeinderats liege aber im Moment schon auf den Alterswohnungen. (Der Landbote)

Erstellt: 25.03.2018, 16:56 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Paid Post

Soforthilfe für Smartphones

Ob Displaybruch, defekte Kamera oder Wasserschaden – Wintek Swiss hat meist eine Lösung.

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben