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Ein friedliches Albanifest trotz Schlägereien

In Anbetracht der über 100'000 Besucher sprechen die Blaulichtorganisationen im Grossen und Ganzen von einem friedlichen Fest. Insbesondere in der zweiten Festnacht kam es aber zu mehreren Einsätzen wegen Schlägereien.

Am 48. Albanifest waren die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Winterthur mit zivilen und uniformierten Patrouillen im Einsatz.
Am 48. Albanifest waren die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Winterthur mit zivilen und uniformierten Patrouillen im Einsatz.
Heinz Diener

Die Blaulichtorganisationen ziehen nach dem Albanifest eine erste Bilanz: Tagsüber sei es nur zu vereinzelten Polizeieinsätzen gekommen, so mussten beispielsweise verloren gegangen Kinder vermittelt werden oder wegen im Festareal parkierten Personenwagen interveniert werden, wie die Stadtpolizei mitteilt. Ebenso verlief die erste Festnacht trotz einigen Polizeieinsätzen ohne nennenswerte Zwischenfälle. Nach Festschluss wurde aus einem bereits geschlossenen Stand eine Kasse gestohlen. Der mutmassliche Täter, ein 22-jähriger Schweizer, konnte mit dem Deliktsgut wenig später verhaftet werden.

Intensive zweite Festnacht

In der Nacht auf Sonntag waren die Polizistinnen und Polizisten stark gefordert und mussten immer wieder wegen Streitereien und gewalttätigen Auseinandersetzungen ausrücken. Bei einer Schlägerei kurz nach 23 Uhr erlitt ein 19-jähriger Schweizer ein Schädel-Hirn-Trauma und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden; der Täter ist noch flüchtig. Etwas später wurde ein 19-jähriger Eritreer festgenommen, der verdächtigt wird, etwas früher am Abend, bei einem Restaurant eine Scheibe eingeschlagen zu haben.

Polizist angegriffen und verletzt

Kurz vor 4 Uhr, also nach dem offiziellen Festschluss, kam es zu einer grösseren Schlägerei an der Bankstrasse. Als eine Patrouille danach eine Kontrolle durchführte, wurde ein Polizist unvermittelt angegriffen und zu Boden geschlagen. Er musste mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht werden. Der Täter, ein 23-jähriger Schweizer, wurde festgenommen. Bei einer weiteren Schlägerei in dieser Zeitspanne wurde ein 45-jähriger Schweizer am Kopf verletzt und musste mit unbekannten Verletzungen ebenfalls ins Spital gebracht werden. Die zahlreichen weiteren Auseinandersetzungen in der zweiten Festnacht standen oft im Zusammenhang mit übermässigem Alkoholkonsum und verliefen meist glimpflich.

Vor allem kleine Blessuren

Der Rettungsdienst betrieb mit dem Samariterverein Winterthur Stadt zwei Sanitätsposten und war mit zahlreichen mobilen Patrouillen ständig im Festareal unterwegs. Es wurden 120 Patientinnen und Patienten betreut, das sind rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Hauptsächlich wurden aber kleinere Blessuren wie Schnittverletzungen oder verstauchte Knöchel behandelt. Gegenüber dem Vorjahr wurden mehr Verletzungsfolgen nach Auseinandersetzungen behandelt. Ebenfalls hatte die aktuelle Hitzewelle einen Einfluss auf die Patientenzahlen.

Sehr wenig Vermögensdelikte

Am Sonntagmorgen sind bei der Stadtpolizei Winterthur einzelne Anzeigen wegen Sachbeschädigungen eingegangen. Erfreulicherweise sei bis anhin nur eine einzige Anzeige wegen eines Taschendiebstahls erstattet worden, teilt die Polizei mit.

Feuerwehreinsatz im Festgelände wegen Vernebelungsanlage

Am Sonntag kurz nach 11 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem grösseren Einsatz aufgeboten: In einem Ladengeschäft am Untertor kam es zu einer starken Rauchentwicklung, welche durch eine Vernebelungsanlage ausgelöst worden war. In der Folge musste Teile des Untertors und die Ecke Untertor-Kasinostrasse für Standbetreibende und Besucherinnen und Besucher des Albanifests gesperrt werden. Die zwölf vor Ort ausgerückten Angehörigen der Feuerwehr konnten die Gebäudeteile erfolgreich absuchen und den im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss entstandenen Rauch mit zwei Elektrolüftern aus dem Gebäude absaugen. Nach den notwendigen Reinigungsarbeiten wurde die Strasse um 12.15 Uhr wieder freigegeben.

Verkehrskontrollen im Umfeld

Bei Verkehrskontrollen im Umfeld des Festes wurden zwei angetrunkene Fahrzeuglenker gestoppt und sechs Taxilenker wegen verschiedenen Gesetzesverstössen zur Anzeige gebracht. Ferner verzeigten die Spezialisten der Verkehrspolizei zehn Autofahrer, die mit ihrem Fahrzeug unnötigen Lärm verursachten.

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