Winterthur

Ein frisches Einkaufs-Erlebnis

Das Zentrum Neuwiesen mit Baujahr 1982 steckt mitten in einer grossen Sanierungsphase. Ehemalige Büros der Axa wurden zu 37 Wohnungen umgebaut, und Migros eröffnet heute den Supermarkt, den Baumarkt und das Restaurant neu.

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Als Kunde fällt einem zuerst auf: Die Rolltreppen sind neu, grösser, prominent mitten in der Mall platziert, wo die Plaza war. Und: Die Migrosfiliale ist nur noch einstöckig, im Obergeschoss, also Treppe rauf. Zuerst betritt man dort eine Zone, die einem das Gefühl vermitteln soll, man kaufe hier auf einem Markt ein.

Da liegt frischer Fisch auf Eis, gleich dahinter werden Fische geräuchert. Konditoren backen vor den Augen der Kundschaft Kuchen und Patisserie, Sushi-Meister rollen ihre Häppchen, Metzger füllen Wurstdärme, und in einer Küche mitten drin sollen immer neue Happenings inszeniert werden.«Emotionen und Einkaufserlebnis»: Diese Begriffe brauchen jene Herren, die das alles ausgedacht und erprobt haben.

Für anderthalb Jahre hatte man im Thurgau eine Halle gemietet und dort den Frischemarkt entwickelt und erprobt. Bei Testkunden sei das hervorragend angekommen, sagt der Projektleiter Jörg Brühwiler. Auf den ersten Blick sieht man nichts, was dem widersprechen könnte.

Es ist eine Weiterentwicklung des Marché-Konzepts, das man von Autobahn-Raststätten her kennt. Und es ist quasi das Gegenstück zum Coop-Flaggschiff in Winterthur, dem Grüzemarkt, der nüchern und amerikanisch daherkommt.

Wer ist die Nummer eins?

Nicht der ganze Supermarkt freilich ist derart inszeniert, es gibt auch weiterhin normale Gestelle in gerade ausgerichteten Reihen mit dem Vollsortiment im Food- und Non-Food-Bereich.

Die Filiale Neuwiesen ist heute nur noch Migros Nummer zwei in Winterthur hinter dem Spitzenreiter Rosenberg. Die zuständigen Chefs sind überzeugt, dass dank des neuen Konzepts wieder mehr Leute im Neuwiesen einkaufen werden und sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Filialen entwickeln wird.

«Wir wollen mit  unserem Angebot Emotionen wecken; die Kundschaft soll bleiben und erleben.»Jörg Brühwiler, 
Projektleiter des Marktplatzes Migros Neuwiesen 

Jene im Neuwiesen ist mit 4400 Quadratmetern nun etwas grösser als die mittlerweile sieben Jahre alte im Rosenberg-Zentrum. Umgebaut und erweitert wurden zudem der Do-It und das Restaurant.

Der Baumarkt und Bastelladen wird ergänzt mit einer kleinen Gartenabteilung und Wohnaccessoires aus der Micasa-Home-Boutique. Man findet dort also grosse gelbe Kärcher-Maschinen ebenso wie Sofakissen, Bilderrahmen und Bohrer, Geschirr und Schrauben, Krims und Krams.

Rund 14 000 verschiedene Artikel auf 1400 Quadratmetern. «Ein konzentriertes Sortiment an zentralem Ort, das wird die Kunden anziehen», ist David Kummer überzeugt, der Leiter Baumärkte bei der Migros Ostschweiz.

Investitionen, die allen dienen

Und zu guter Letzt: Auch das Migros-Restaurant im Neuwiesen-Zentrum ist umgebaut und vergrössert worden. Es hat jetzt hundert Plätze mehr als bisher: 400 drinnen, 100 auf der Terrasse, die nun nach hinten blickt, Richtung Pionierpark und Superblock.

Das Mobiliar wirkt modern gestylt, die Stühle und Sofas drinnen sind mit Textilien bezogen. Bringt das keine Probleme mit Schmutz und Hygiene? «Darauf sind wir vorbereitet», beruhigt Restaurantleiterin Senada Kesedzic.

Hundert Millionen Franken werden die Migros Ostschweiz und die Zentrums-Besitzerin, die Siska Heuberger Holding, laut eigenen Angaben am Ende investiert haben. Siska-Chef Günter Heuberger nennt zwei Zahlen: 20 Millionen habe der Umbau der einstigen Büros des Versicherers Axa zu 37 Wohnungen gekostet.

Mit 50 Millionen beziffert er den Anteil der Siska an der Zentrumssanierung, die noch ein Jahr dauert. Die Migros Genossenschaft Ostschweiz gab gestern bekannt, selber bis in einem Jahr 27 Millionen Franken investiert zu haben.

Heuberger zeigte sich glücklich darüber, dass Migros als Ankermieterin so viel investiert und das Angebot noch erweitert hat. Der Grossverteiler belegt rund zwei Drittel der Verkaufsflächen.

«Das hilft auch anderen Mietern und damit uns», ist er überzeugt. Seinen Vater übrigens, den 96-jährigen Siska-Gründer Robert Heuberger, hatte er zur Besichtigung ebenfalls eingeladen. (Der Landbote)

Erstellt: 22.08.2018, 16:45 Uhr

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