Burckhardt

Eine Strasse als Geburtstagsgeschenk

In Anwesenheit von Regierung, Politik und Geschäftspartnern feierte der Kompressorenhersteller am Mittwochabend seinen 175 Geburtstag. Ein Firmenjubiläum in dieser Höhe sei ein seltenes Ereignis wurde in den Reden betont, entsprechend reichlich war das Lob für das Unternehmen.

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«Es ist mir eine grosse Ehre, sie im Namen der über 2000 Kolleginnen und Kollegen von Burckhardt Compression weltweit, hier im Casinotheater Winterthur begrüssen zu dürfen, wandte sich CEO Marcel Pawlicek als erster Redner an die 115 geladenen Gäste. Mit der Jubiläumsfeier wolle sich die Firma für die moralische, physisch und psychische Unterstützung in den vergangenen Jahren bedanken, sagte er. Cornelia Bösch, bekannt als Tagesschausprecherin bei SRF, führte in der Folge mit Eloquenz durch den Abend. Verwaltungsratspräsident Valentin Vogt wies drauf hin, dass das Unternehmen auf den Tag genau vor 175 Jahren gegründet worden sei. Nach einem historischen Exkurs zählte er fünf Grundsätze auf die den Erfolg ausmachen: Gleichgewicht zwischen Kunden, Belegschaft und Aktionären finden; Mut zur Investition und Innovation; kompromisslose Qualität; verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitenden sowie Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen und gegenüber der Welt. «Burckhardt Compression erwirtschaftet heute 99,6 Prozent des Umsatzes ausserhalb der Schweiz», verdeutlichte Vogt diesen letzten Punkt.

Auftritt als Alt-Bundesrat

Mit einem launigen Einstieg holte sich Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Sympathien des Publikums. Es sei ihm eine Ehre hier sprechen zu dürfen, sagte er und an Valentin Vogt gewandt: «Ich habe dir angeboten, dass mein Nachfolger als aktiver Bundesrat hier sprechen sollte und nicht einer der soeben zurückgetreten ist.» Vogt habe dezidiert erwidert: «Du kommst!» Schneider-Ammann fühlte sich bei seinem ersten Auftritt als Alt-Bundesrat sichtlich wohl und machte weitere Anspielungen: «Valentin wollte einfach, dass ich einmal im Casinotheater Winterthur auftrete.» Er habe Viktor Giacobbo eben beim Apéro getroffen und sie hätten sich gut unterhalten, verriet der FDP-Politiker der als aktiver Bundesrat in der Satire-Sendung «Giacobbo-Müller» des Öfteren Zielscheibe von bissigem Spott war. Der jubilierenden Firma sei zu wünschen, dass sie ihre führende Rolle in der Industrie behalten könne, sagte er. Ganz ablassen von der politischen Aktualität konnte er dann doch nicht: «Die Schweiz braucht ein Rahmenabkommen mit der EU welches uns die Souveränität belässt, alles andere ist zweitrangig.»

Strasse umbenannt

Regierungsratspräsidentin Carmen Walker Späh bezeichnete in ihrem Grusswort Burkhardt Compression als Vorbild für andere Unternehmungen. «Wenn man so lange erfolgreich im Geschäft ist, dann hat man es geschafft mit verschiedenen nationalen und weltpolitischen Rahmenbedingungen zurecht zu kommen», sagte sie.

Ein ganz besonderes Geschenk konnte die Firma von der Stadt Winterthur entgegennehmen. In einem kurzen Filmeinspieler wurde gezeigt wie am Hauptsitz von Burckhardt Compression in Oberwinterthur am Nachmittag das Strassenschild mit der Bezeichnung «Im Link» durch eine Tafel mit dem neuen Namen ersetzt wurde: Zu Ehren des Firmengründers heisst die Strasse ab sofort «Franz-Burckhardt-Strasse».

Stadtpräsident Michael Künzle bezeichnete das Unternehmen als eines der Flaggschiffe unter den Firmen in Winterthur. Einfach sei es nicht eine Strasse umzubenennen, gestand er. Dass andere Betriebe nun mit eigenen Namens-Ansprüchen kommen könnten, schreckt Künzle nicht: «Wir können gut rechtfertigen, dass wir das gemacht haben.»

Mit auf der Bühne war Stadtrat Jürg Altwegg, der von seiner Tätigkeit als junger Ingenieur bei Burckhardt Compression erzählte. Seine Aufgabe als Dokumentalist sei es gewesen, die komplexen Anleitungen für die Montage der Kolbenkompressoren zu erstellen. Altwegg erinnerte sich an eine Art von Familiengroove der in der Belegschaft geherrscht habe. (Landbote)

Erstellt: 10.01.2019, 15:34 Uhr

Jubiläumsgeschenk für die Mitarbeiter

Auch mit der Belegschaft soll das Firmenjubiläum gefeiert werden. Gemäss der Mediensprecherin Saskia Hengartner werden die rund 700 Mitarbeitenden am Standort Winterthur mitsamt ihren Angehörigen zu einer Sondervorstellung in den Zirkus Knie der eingeladen, der im Frühjahr in Winterthur gastiert . Anschliessend werden die rund 2000 Personen auf Kosten des Unternehmens noch mit Street-Food verpflegt. (rst)

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