Winterthur

Ein neuer Blitzer für 155 000 Franken

Die Stadtpolizei beschafft sich eine neue Radaranlage, den Kaufpreis wird sie rasch wieder reingeholt haben.

Die neue Radaranlage der Stadt ist semistationär – ihr Einsatz ist künftig an 18 verschiedenen Standorten in der Stadt möglich.

Die neue Radaranlage der Stadt ist semistationär – ihr Einsatz ist künftig an 18 verschiedenen Standorten in der Stadt möglich.

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Das Winterthurer Verkehrsnetz ist von zahlreichen Radaranlagen durchdrungen: Am bekanntesten sind die vier stationären Blitz-Kästen, sie stehen in der Peripherie der Stadt, beispielsweise in Oberi oder vor der Autobahnauffahrt in Wülflingen.

Irritierende Vergabe

Daneben besitzt die Stadtpolizei aber auch drei sogenannt semistationäre Geschwindigkeitsmessanlagen. Sie werden abwechslungsweise an insgesamt 18 Standorten aufgestellt. Nun hat die Stapo eine vierte semistationäre Anlage beschafft.

«Die Anlage muss genau in unsere vorgegebenen Standorte passen, und auch die technischen Details müssen präzise stimmen.»

Laut der Beschaffungsplattform Simap liefert die Walliseller Firma Ces AG den neuen Blitzer für 155 000 Franken nach Winterthur. Irritierend ist auf den ersten Blick, dass die Beschaffung der Radaranlage freihändig erfolgte. Das heisst, die Stapo schrieb den Auftrag nicht öffentlich aus sondern bezog die Anlage direkt vom gewünschten Anbieter.

Stapo-Sprecher Michael Wirz sagt, man habe keine Möglichkeit gehabt, andere Händler zu berücksichtigen: «Die Anlage muss genau in unsere vorgegebenen Standorte passen, und auch die technischen Details müssen präzise stimmen.» Darüber hinaus entspricht die Kaufsumme einem marktüblichen Preis, wie er auch in der Stadt Zürich für neue Apparate bezahlt wird.

Und es wird auch nicht lange dauern, bis die Stapo den Kaufpreis wieder reingeholt hat. Ein semistationärer Blitzer generiert jährlich Busseneinnahmen von rund 300 000 Franken.

Auch im Rotlicht

Neben den Blitzern sind die Polizeibeamten auch immer wieder mit mobilen Lasergeräten im Einsatz. Und was nicht allen Autofahrern klar ist: In vielen Rotlichtanlagen steckt auch ein Geschwindigkeitsmesser.

In Winterthur sind derzeit zwölf solcher Kombi-Geräte im Einsatz. Insgesamt nimmt die Stapo pro Jahr Geschwindigkeits- und Rotlichtbussen in Höhe von rund sechs Millionen Franken ein.

(Der Landbote)

Erstellt: 25.05.2018, 12:09 Uhr

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