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Ein Zuhause für die Bedürftigsten

Die Heilsarmee bietet oberhalb des Durchgangsheims eine neue Form von betreutem Wohnen an. Und füllt damit eine Lücke.

Standortleiterin Marina Brunner vor dem Durchgangsheim, das in den oberen Etagen neu zehn Menschen ein betreutes Zuhause bietet.
Standortleiterin Marina Brunner vor dem Durchgangsheim, das in den oberen Etagen neu zehn Menschen ein betreutes Zuhause bietet.
Enzo Lopardo

Die acht Zimmer im Wohnhaus an der Habsburgerstrasse in Wülf­lin­gen sind gross und hell, die Bewohner haben es sich bereits gemütlich eingerichtet. Dort hängt ein Poster an der Wand, da liegen Stofftiere auf bunten Bettlaken. Vor sechs Jahren hat die Heilsarmee hier im Auftrag der Stadt ein Durchgangsheim eröffnet, nun kommt auf zwei weiteren Stockwerken ein betreutes Wohnangebot hinzu. Das Besondere: Die maximal zehn Bewohner werden 24 Stunden betreut. Nicht wie üblich mit einem Nachtpikettdienst, sondern einer Nachtwache. «Das heisst, dass eine Person die ganze Nacht wach bleibt und die Leute, falls erwünscht, auch kontrolliert, während sie schlafen», sagt Marina Brunner. Seit vier Jahren ist sie Leiterin des Durchgangsheims und neu auch für das Wohnangebot zuständig. Die Idee für dieses sei aus den Erfahrungen aus dem Durchgangsheim entstanden. «Wir haben Menschen, die seit mehreren Jahren hier ein- und ausgehen», sagt sie. Viele haben neben einer psychischen Erkrankung zusätzlich ein Suchtproblem. Dadurch können sie keinen eigenen Haushalt führen und haben Schwierigkeiten, die Regeln in einer psychiatrischen Klinik oder einem Wohnheim langfristig einzuhalten.

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