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Eine Erfindung, die hilft, das Velo zu finden

Jan Stanek (81) hat ein Velo-Rücklicht entwickelt, das einem mittels Sender und mit Blinken anzeigt, wo man sein Fahrrad abgestellt hat.

Janik Stanek mit seinem Velo-Finder.
Janik Stanek mit seinem Velo-Finder.
Martin Gmür

Das Problem kennen alle, die ihr Velo in der Nähe des Bahnhofs abstellen. Man kommt abends zurück und weiss nicht mehr, wo man es in der Eile abgestellt hat. Eher weiter weg, wo es noch Platz hatte, oder hatte man eine Lücke ganz nah beim Bahnhof gesucht? Hier kann Jan Staneks Erfindung helfen: Velo-Finder heisst das kleine Gerät, das im Grunde nichts anderes ist als ein modifiziertes Rücklicht.

Man drückt auf den Knopf eines Schlüsselanhängers, der den Sender enthält, im Rücklicht löst ein Empfänger das Blinklicht aus. Wenns dunkel ist, sieht man das Blinken deutlich, bei Sonne wirds etwas schwieriger, sein Velo rasch zu finden. Die Reichweite des Senders, sagt Stanek, betrage 30 bis 50 Meter.Der Velo-Finder oder Bike Scout ist nicht die erste Erfindung, die Ingenieur Stanek gemacht hat. Vor vielen Jahren habe er in Prag als Konstrukteur eine neue Bauweise für Rotoren von Generatoren entwickelt: Keine schweren geschmiedeten Teile sondern gebogene dicke Bleche. Später liess er auch einen Aufsatz patentieren, der verhindert, dass man mit einer Handbohrmaschine schiefe Löcher bohrt.

Weg aus der Tschechoslowakei

Stanek kam 1968 im Anschluss an die Niederschlagung des Prager Frühlings in die Schweiz. Er fand innert wenigen Tagen einen Job bei Sulzer im technisch wissenschaftlichen Rechenzentrum und konnte dann seine Frau und die Kinder in die Schweiz holen.

Heute ist er 81, lebt ein ruhiges Leben mit seiner Frau im Rosenberg-Quartier und hofft, dass sein Produkt ein Erfolg wird. Die ersten 50 Stück hätten Lehrlinge der Firma Kistler gebaut, basierend auf einem günstigen Rücklicht made in China, erzählt er. Beim Velogeschäft Mohr im Neuwiesenquartier sei der Velo-Finder für 25 Franken zu haben, einige Exemplare seien schon verkauft.

«Als nächstes müssen wir das Design der Verpackung verbessern und die Vermarktung angehen», erzählt er in ruhigem Ton. Dass es andere Suchsysteme gibt, die einem den Standort des Fahrrads per GPS und Handy anzeigen, weiss Stanek. Aber er ist überzeugt, sein System sei einfacher, und der Markt vorhanden: «Schauen sie doch all die Velos an hier, in Berlin oder auch in Holland und Dänemark.»

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