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Ein weiterer Fehler beim Wahlversand

Eine falsche Berufsbezeichnung auf einem Wahlzettel sorgt bei der Stadtkanzlei für rote Köpfe. Die Pannenserie scheint nicht abzureissen.

Der fehlerhafte Wahlzettel mit der falschen Berufsbezeichnung «Schulpräsident».
Der fehlerhafte Wahlzettel mit der falschen Berufsbezeichnung «Schulpräsident».
PD

Schon wieder ein Fehler in Zusammenhang mit den Winterthurer Wahlen: Am Sonntag, 10. Juni wird die Schulpflege neu gewählt. Unter anderem müssen vier nebenamtliche Mitglieder der Zentralschulpflege bestimmt werden. Auf einem vorgedruckten Wahlzettel finden sich vier Personen zur Wahl, darunter Martin Hasenfratz, der bis 2014 Präsident der Schulpflege Wülflingen war. Auf dem Wahlzettel wird er noch immer als Schulpräsident geführt, was falsch und in diesem Zusammenhang sogar irreführend ist. Hasenfratz sagt auf Anfrage, er habe von dieser Bezeichnung auf dem Wahlzettel keine Kenntnis gehabt: «Sonst hätte ich sicher rechtzeitig reagiert.»

«Das ist äusserst ärgerlich»

Thomas Bolleter von der Stadtkanzlei reagiert zerknirscht auf den neuerlichen Fehler. «Das ist äusserst ärgerlich.» Er könne sich nicht genau erklären, wie es zu diesem Fehler gekommen sei. «Es hat wohl damit zu tun, dass man den Wahlzettel von 2014 übernommen hat. Damals stimmte die Bezeichnung zum Zeitpunkt der Wahl.» Danach sei die Berufsbezeichnung ausgeweschselt worden. «Wie und weshalb sie wieder reingerutscht ist, weiss ich nicht.» Für die Kontrolle der Wahlzettel sei er selber zuständig, sagt Bolleter.

Korrektur unmöglich

Korrigieren lasse sich der Fehler auf dem Wahlzettel, der an rund 68 000 Wahlberechtigte verschickt wurde, nicht mehr, sagt Bolleter. «Die nicht mehr aktuelle Berufsbezeichnung hat jedoch kein so hohes Gewicht, dass aufwändige Korrekturmassnahmen gerechtfertigt wären.» Der neuste Fehler reiht sich ein in eine Pannenserie der Stadt bei Abstimmungen und Wahlen. Im Vorfeld der Stadtrats- und Gemeinderatswahlen erhielten manche Wahlberechtigten unvollständige Unterlagen. Bei der Auszählung gingen dann fast 2000 Listen im Wahlbüro Wülflingen vergessen. Als Folge davon mussten die Grünen einen als erobert geglaubten Sitz wieder an die BDP abgeben. Und am Mittwoch wurde bekannt, dass 800 Personen, die nur bei der reformierten Kirche stimmberechtigt sind, Unterlagen für alle Vorlagen vom 10. Juni erhalten haben. Zudem meldete ein Leser, ihm seien Unterlagen für die Wahl der reformierten Kirchpflege zugestellt worden, obwohl er nicht reformiert sei. Hier geht Bolleter jedoch von einem Einzelfall aus, es habe keine weiteren Rückmeldung dazu gegeben. Bei derartig komplex aufzubereitenden Vorlagen könne es vorkommen, dass einzelne Zettel nicht korrekt verpackt würden. Daher stehe auf jedem Stimmcouvert, der Inhalt sei zu überprüfen.

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