Winterthur

Einsatz von Schulweg-Lotsen wird nochmals neu diskutiert

In der Stadt war bisher die Stadtpolizei für die Lotsenposten auf Schulwegen zuständig. Neu bestimmen die Kreisschulpflegen über Massnahmen zur Schulweg-Sicherung. Erste Folge: Der Übergang Rebwiesen wird wieder überwacht.

Ein Gutachten befindet, dass man 4-jährigen Kindern das alleinige Überqueren von vielbefahrenen Strassen aus entwicklungspsychologischen Gründen nicht zumuten kann.

Ein Gutachten befindet, dass man 4-jährigen Kindern das alleinige Überqueren von vielbefahrenen Strassen aus entwicklungspsychologischen Gründen nicht zumuten kann.

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Über ein Jahr kämpften Mitglieder des Elternrats Rebwiesen dafür, dass ihre Kinder beim Überqueren der Schlosstalstrasse besser geschützt werden.

Sie hatten Erfolg: Aktuell begleitet ein Zivildienstleistender die Kinder über die Strasse. Der Einsatz des Elternrats hat noch mehr ausgelöst. Die involvierten Stellen bei der Stadt entschieden, dass künftig die Kreisschulpflegen über Massnahmen zur Schulweg-Sicherung befinden und nicht mehr die Stadtpolizei.

Dies ist in der Volksschulverordnung so vorgesehen. Für die Schulpflegen bedeutet dies, dass sie sich nun über das künftige Vorgehen einigen müssen. Entsprechend wird sich Zentralschulpflege Ende September mit dem Thema Schulweg-Sicherheit befassen. Gemäss Stadtrat Jürg Altwegg (Grüne) will man eine grundsätzliche Sicherheitsbeurteilung vornehmen.

Strassenüberquerung nicht zumutbar

Denn die Kinder treten immer jünger in den Kindergarten ein. Und ein Gutachten der Beratungsstelle für Unfallverhütung, das der Elternrat Rebwiesen angefordert hatte, hielt fest, dass es 4- bis 5-jährige Kinder aus entwicklungspsychologischen Gründen noch nicht zuzumuten sei, eine Strasse zu überqueren, die von über 8000 Fahrzeugen pro Tag befahren wird.

Solche Strassen in Schulhausnähe ohne Überwachung und Lichtsignal gibt es neben der Schlosstalstrasse noch weitere, etwa am Unteren Deutweg oder der Rychenbergstrasse. An beiden Stellen wurden die Lotsenposten Anfang 2017 aufgehoben. Das Departement Sicherheit und Umwelt wollte die Kosten für die Lotsen von rund 150 000 Franken einsparen.

Die beschlossene Verlagerung der Verantwortung hat auch zur Folge, dass künftig die Schule und nicht mehr die Stadtpolizei für die Kosten aufkommen muss. (Der Landbote)

Erstellt: 21.08.2018, 16:49 Uhr

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