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Eklat an Brühlberg-Schule: Alle Primarlehrer künden

Im Schulhaus Brühlberg im Tössfeld gehen per Ende Schuljahr alle acht Primarschul-Lehrkräfte. Seit Jahren ist die Fluktuation im Schulhaus hoch.

Nach jahrelanger Unzufriedenheit auf vielen Seiten trifft nun ein massiver Personalexodus die Schule Brühlberg.
Nach jahrelanger Unzufriedenheit auf vielen Seiten trifft nun ein massiver Personalexodus die Schule Brühlberg.
Madeleine Schoder

Im Schulhaus Brühlberg im Kreis Stadt-Töss hat das gesamte Lehrerteam der Unter- und Mittelstufe die Kündigung eingereicht. In einem Elternbrief, der am Mittwoch verteilt wurde, informiert der Präsident der Kreisschulpflege, Felix Müller (Grüne, Bild), über den gleichzeitigen Abgang aller Klassenlehrpersonen. Nicht betroffen ist einzig der Waldkindergarten.

Im Elternbrief betont Müller, die Kreisschulpflege suche gemeinsam mit der Schulleitung nach Lösungen für die «grosse Herausforderung», im neuen Schuljahr wieder einen qualitativ guten Unterricht anzubieten. Innerhalb weniger Monate müssen zwei komplette Teams neu besetzt werden. Schulleitung und Schulpflege würden die Eltern und Kinder «spätestens unmittelbar nach den Frühlingsferien» informieren, wie es weitergeht.

«Wir gingen davon aus, dass das aktuelle Team ‹gut unterwegs› sei.»

Es sind nicht die ersten Lehrkräfte, welche die Schule verlassen. In den letzten drei Jahren verliessen im Schnitt jährlich vier Lehrpersonen das kleine Schulhaus. Seit 2014 dauert die Kündigungs- und Protestwelle, bei der Lehrer und Elternvertreter auf der einen Seite, die Schulleitung und die Schulpflege auf der anderen stehen.

Überraschung bei Schulpflege

Eine Gruppe von knapp 80 Eltern von aktiven und ehemaligen Schülern sowie früheren Lehrkräften hat im letzten Sommer beim Winterthurer Bezirksrat Beschwerde eingereicht und eine Untersuchung gefordert, da Schulleitung und Schulpräsidium eine «destruktive Haltung» an den Tag legen und das Unterrichtskonzept der Schule «nachhaltig schädigen» würden. Der Beschwerde wurde allerdings keine Folge gegeben.

«Noch nie stand man im Schulkreis vor einer derartigen Herausforderung.»

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Von den neuesten Kündigungen zeigt sich Kreisschulpräsident Felix Müller gegenüber dem «Landboten» dennoch überrascht. «Keine der Lehrpersonen hat vorab das Gespräch mit der Kreisschupflege gesucht», sagt Müller. «Wir wurden ebenso überrascht wie die Schulleitung, die im Januar davon ausging, dass das aktuelle Team ‹gut unterwegs› sei».

Müller hält fest, die Situation sei für die Kreisschulpflege einmalig: «Noch nie stand man im Schulkreis vor einer derartigen Herausforderung.» Über die Hintergründe der Kündigungen schweigt sich Müller aus, nimmt aber die Schulleitung in Schutz. Diese handle korrekt, trotzdem gebe es gegen sie «immer wieder Widerstand».

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