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Endlich die Sprache der Ärzte verstehen

Die ZHAW entwickelte eine App, die das Mediziner-Latein auf Arztrechnungen für Laien übersetzt. Sie ist Teil eines grossen Projekts, das für mehr Transparenz in der unübersichtlichen Welt des Gesundheitswesens sorgen soll.

Dr. Felix Steiner leitet das Projekt an der ZHAW. Mit einem Team aus Linguisten hat er in stundenlanger Fleissarbeit die Fachsprache der Ärzte 'übersetzt', sodass sie für Laien verständlich ist.
Dr. Felix Steiner leitet das Projekt an der ZHAW. Mit einem Team aus Linguisten hat er in stundenlanger Fleissarbeit die Fachsprache der Ärzte 'übersetzt', sodass sie für Laien verständlich ist.
huy
Neben einer verständlicheren Sprache, war den Entwicklern auch eine übersichtlichere Darstellung wichtig. Das linke Blatt zeigt eine Rechnung in der jetzigen tarmed-Form. Rechts die Abrechnung, wie sie dereinst den Patienten ausgehändigt werden soll.
Neben einer verständlicheren Sprache, war den Entwicklern auch eine übersichtlichere Darstellung wichtig. Das linke Blatt zeigt eine Rechnung in der jetzigen tarmed-Form. Rechts die Abrechnung, wie sie dereinst den Patienten ausgehändigt werden soll.
zhaw
Bis das System Standard im Schweizer Gesundheitswesen ist, soll eine App Abhilfe schaffen. Fotografierte Tarmed-Rechnungen können so in Windeseile übersetzt werden. Die App soll 2017 erscheinen.
Bis das System Standard im Schweizer Gesundheitswesen ist, soll eine App Abhilfe schaffen. Fotografierte Tarmed-Rechnungen können so in Windeseile übersetzt werden. Die App soll 2017 erscheinen.
zhaw
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Felix Steiner war schon immer fasziniert von der Welt der Mediziner. Noch ein kleiner Junge war er, als er sich zum ersten Mal darüber wunderte, wie seltsam sich die Männer und Frauen in weiss zuweilen auszudrücken pflegen.

Wegen eines Nabelbruchs musste der kleine Felix operiert werden, und als sich der leitende Arzt im Anschluss nach Felix Befinden erkundigte, sorgte das für Irritationen. «Wie geht es mit dem Stuhl?», habe ihn der nette ältere Herr gefragt, erzählt Steiner lächelnd. Und bis er verstanden habe, dass sich dieser dabei nicht über die Bequemlichkeit der örtlichen Sitzgelegenheiten erkundigt, sondern über das Funktionieren eines urmenschlichen Bedürfnisses, redeten die beiden auf komische Art und Weise aneinander vorbei.

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