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Erfolgreicher «Restposten»

In seinem Museumskonzept bekennt sich der Stadtrat zur Villa Flora. Trotzdem weiss zurzeit niemand, wie es mit dem Museum weitergeht. Klar ist: Die Argumente der Flora-Gegner überzeugen nicht. Denn entscheidend ist nicht, wem die Bilder gehören, sondern wo sie gezeigt werden können.

Ein Ort mit Geschichte:?Ansicht der Villa Flora vom Garten her. Rechts das 1995 eröffnete Museum, links das ehemalige Wohnhaus, mit dem das Museum erweitert werden soll.
Ein Ort mit Geschichte:?Ansicht der Villa Flora vom Garten her. Rechts das 1995 eröffnete Museum, links das ehemalige Wohnhaus, mit dem das Museum erweitert werden soll.
Archiv/Marc Dahinden

Um die Zukunft der Villa Flora ist ein Machtkampf im Gang. Die einen möchten das Sammlermuseum schliessen und die Bilder ins Kunstmuseum stellen, das selbst über einen nachimpressionistischen Bestand verfügt. Die andern wollen die Flora als Museum behalten. Offen sichtbar wurde der Streit im Januar an der Podiumsdiskussion zum Museumskonzept. Kunstmuseumsdirektor Dieter Schwarz sass auf dem Podium und sagte, mit dem «Römerholz», dem ehemaligen Wohnhaus von Oskar Reinhart, verfüge Winterthur bereits über ein Sammlermuseum, da brauche es kein zweites. Und um ein «Gesamtkunstwerk», wie häufig behauptet, handle es sich bei der Villa Flora schon gar nicht (siehe Kasten). Die Flora-Vertreter sassen im Publikum und waren «not amused». Nüchtern betrachtet sitzen sie allerdings mit der Option, die Sammlung allenfalls aus Winterthur abzuziehen, wohl am längeren Hebel.

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