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Es geht weiter mit Camaquito

Der Vorstand des Vereins Camaquito um Mark Kuster hat entschieden: Man wird die Hilfsprojekte in Kuba weiterführen, trotz Restriktionen des Castro-Regimes.

Mark Kuster (zuhinterst in der Mitte) darf sein Hilfswerk auch künftig betreiben.
Mark Kuster (zuhinterst in der Mitte) darf sein Hilfswerk auch künftig betreiben.
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Kämpferisch hatte sich der Winterthurer Sozialunternehmer Mark Kuster bereits vor drei Wochen gegeben: «Ich will bleiben», hatte er gegenüber dem «Landboten» beteuert. Wie realistisch es sein würde, dass sich sein Hilfswerk Camaquito auf Kuba weiterhin engagieren würde, war damals noch fraglich.

Nun hat der Vereinsvorstand definitiv entschieden, dass es Sinn macht, die laufenden Projekte abzuschliessen und neue aufzugleisen, auch unter erschwerten Bedingnungen.

«Ich muss meine Besuche fortan einfach effizienter gestalten. Das sehe ich auch als Chance»

Mark Kuster

Das kubanische Ministerium für Auslandsinvestitionen hatte entschieden, dass Repräsentanten ausländischer Organisationen nicht mehr länger als sechs Jahre eine Arbeitsbewilligung erhalten, was auch rückwirkend gilt. Kuster, der Gründer von Camaquito, lebt und arbeitet schon seit 17 Jahren in der Provinz Camagüey.

Zwar konnte er bei der Provinzregierung und selbst bei den Behörden in Havanna mit viel Goodwill rechnen. «Aber Ausnahmen gibt es auch für mich keine», sagt er.

«Muss effizienter werden»

Nach zig Gesprächen, unter anderem mit dem kubanischen Botschafter in der Schweiz, wurde immer klarer, dass Spielraum für die Arbeit vor Ort bleibt, wenn man ihn richtig nutzt.

Künftig wird Kuster jährlich jeweils drei einmonatige Arbeitsvisen beantragen, die ihm einen befristeten Zugang zu den öffentlichen Institutionen wie zum Beispiel Schulen ermöglichen, wo viele Bildungsprojekte stattfinden: «So kann ich nach wie vor vor Ort schauen, wie diese angelaufen sind», sagt er.

Er müsse solche Besuche fortan einfach effizienter gestalten. «Ich sehe darin auch eine Chance», sagt er. Die Arbeit vom Schreibtisch aus fällt nicht unter die neuen Vorgaben. «Wir sind überzeugt, dass wir die Spendengelder nach wie vor sinnvoll einsetzen können», sagt Kuster. Im August fliegt er bereits zurück nach Kuba, das damit sein Zuhause bleiben wird.

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