Nachhaltigkeit

Geld für Verein mit Klimazielen beantragt

Die Stadt unterstützt den Verein «Energie bewegt Winterthur» mit 100000 Franken jährlich.

Das Geld fliesst hauptsächlich in Events.

Das Geld fliesst hauptsächlich in Events. Bild: PD

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Das Geld ist zwar gut investiert, doch die Unternehmen zeigen sich wenig kooperativ. So lautet die Einschätzung von Ronny Kleinhans, Geschäftsführer der Invisia AG, zum Verein «Energie bewegt Winterthur (EBW)». Vor zehn Jahren ist dieser mit der Stadt als Gründungsmitglied entstanden, mit dem Ziel, die Bevölkerung für eine umweltschonende Energienutzung zu sensibilisieren. Der Verein führt dafür verschiedene Aktivitäten für Unternehmen mit Kompetenzen im Bereich Energie, Privatpersonen und Institutionen durch, um über nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten in der Region zu informieren und den Austausch zu fördern.

Networking, aber keine Zusammenarbeit

«Der EBW ist hilfreich, um ein Netzwerk aufzubauen», sagt Kleinhans. Die Invisia AG arbeitet im Bereich Energiemanagement. Ein Drittel der Partnerschaften mit anderen Firmen sei durch die Mitgliedschaft beim EBW entstanden. Ein richtiges Zusammenspiel der Firmen fehle aus seiner Sicht aber. Die Unternehmen liessen sich immer noch zu wenig aufeinander ein. «Gerade grosse Player wie Stadtwerk sollten mehr mit den Unternehmen zusammenarbeiten.» Bei Neubauten könne man bezüglich Nachhaltigkeit durch eine engere Zusammenarbeit noch mehr erreichen.

«Gerade grosse Player wie Stadtwerk sollten mehr mit den Unternehmen zusammenarbeiten.»Ronny Kleinhans,
Geschäftsführer Invisia AG

Der EWS soll weiterhin jährlich einen Betrag von 100 000 Franken vom Förderprogramm «Energie Winterthur» erhalten. Dies beantragt der Stadtrat beim Grossen Gemeinderat. Das Geld fliesst hauptsächlich in Events wie die Veranstaltungsreihe «Energie-Lunch», die Ausstellung «clever leben und bauen» oder Fachmessen zu Themen wie «Energiewende - so gelingt sie» oder «Mein Haus energetisch richtig sanieren». Ausserdem gibt es Unternehmensführungen wie vor einem Jahr die Besichtigung des grössten batteriebetriebenen Muldenkippers der Welt in einer Zementfabrik.

Kennenlernen, austauschen, umsetzen

«Wir müssen möglichst viel daran setzen, unsere Klimaziele zu erreichen», sagt Stefan Fritschi (FDP), Vorsteher des Departements Technische Betriebe. «Wir hoffen, über den EBW das Verantwortungsgefühl von Privatpersonen und Unternehmen zu fördern.» Die Veranstaltungen des EBW sollten dazu da sein, neue innovative Ideenansätze kennenzulernen, sich darüber auszutauschen und gute Ansätze bestenfalls umzusetzen. «Es soll ein Schneeballeffekt auslösen, um die Leute zu motivieren, etwas für die Klimaziele zu tun.»

Der Erfolg des EBW lasse sich schwer messen, sagt Frischi. «Der Spirit der Teilnehmenden ist sehr positiv.» Die Veranstaltungen hätten im Schnitt etwa 50 Besucher. Zu den Mitgliedern gehören rund 50 Unternehmen und Institutionen, darunter die ZHAW School of Engineering, Stadtwerk Winterthur und die Baufirma Baltensperger AG. (kel)

Erstellt: 19.08.2019, 16:00 Uhr

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