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Ewige Geldquelle für den gemeinnützigen Wohnbau

Der Stadtrat hat gestern die Regeln vorgelegt, wer Anspruch hat auf einen Teil der 10 Millionen Franken, die das Volk 2014 bewilligt hatte. Eine zweite Abstimmung wird noch nötig sein.

Die Stadt stellt 10 Millionen für bezahlbare Wohnungen in Winterthur bereit. (Symbolbild)
Die Stadt stellt 10 Millionen für bezahlbare Wohnungen in Winterthur bereit. (Symbolbild)

Yvonne Beutler ist in einer speziellen Situation. Sie bearbeitet als Finanz- und Liegenschaftenvorsteherin ein Geschäft, das sie in der Zeit vor dem Stadtratsamt mitinitiiert und mitgeprägt hatte.

Per Volksinitiative verlangte die SP einen Rahmenkredit von10 Millionen Franken, um den ­gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern. Das Volk stimmte diesem Begehren vor drei Jahren zu.

Gestern erklärte der Stadtrat, wie die 10 Millionen, die der Stadt­kasse entnommen werden, verteilt werden sollen. Nicht für den sozialen Wohnungsbau für die Ärmsten, sondern für zahl­bare Mietwohnungen, die hauptsächlich dem Mittelstand dienen.

Wohnbauträger, die ihre Wohnungen zu Kostenmiete ver­mieten, können zinslose Dar­lehen ­beantragen bis zu maximal 20 Prozent des Kaufpreises eines ­Gebäudes oder eines Landstücks.

Wenn der Kaufpreis einer Liegenschaft weit über ihrem Verkehrswert liegt, gibts weniger Darlehen oder gar keines. Damit wird der Spekulation vorgebeugt. Die Darlehensempfänger müssen sich zudem verpflichtet haben, nie eine Liegenschaft zu verkaufen.

Abstimmung über einen Fonds

Die Darlehen sollen helfen, die Mieten in den ersten Jahren tief zu halten. Die Rückzahlung passiert ab dem 12. bis zum 25. Jahr. Dann muss alles zurückbezahlt sein. Diese Rückzahlung soll in einen Fonds erfolgen, den das Volk in einer zweiten Abstimmung noch bewilligen muss. Damit bliebe das Geld quasi als Perpetuum mobile stets im Umlauf für immer neue Projekte.

mgm

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