Zum Hauptinhalt springen

Explosionsartige Knalle: Es war ein Jet

Heute Nachmittag, kurz nach 15 Uhr, schreckten zwei laute Knalle die Bevölkerung auf. Mittlerweile ist klar: Die Geräusche wurden von einem Jet der Schweizer Luftwaffe verursacht.

Musste heute ein ausländisches Flugzeug in der Luft kontrollieren und verursachte dabei zwei Überschall-Knalle: Eine FA 18 der Schweizer Luftwaffe.
Musste heute ein ausländisches Flugzeug in der Luft kontrollieren und verursachte dabei zwei Überschall-Knalle: Eine FA 18 der Schweizer Luftwaffe.
Keystone

Heute Nachmittag, um kurz nach 15.10 Uhr, schreckten zwei laute, explosionsartige Knalle die Bevölkerung rund um Zürich und Winterthur auf. Vielerorts schauten die Menschen aus den Fenstern, um zu sehen, ob sich irgendwo in der Nähe eine Explosion ereignet hat. Eine diesbezügliche Anfrage bei der Stadtpolizei Winterthur verläuft ergebnislos: «Uns ist kein derartiger Vorfall bekannt», sagt Peter Gull, Mediensprecher der Stadtpolizei, wenige Minuten nach dem Knall.

Die Knalle scheinen die Winterthurer Bevölkerung offenbar aufgeschreckt zu haben: Wie Peter Gull wenig später auf Anfrage sagt, haben sich rund 15 Personen telefonisch bei der Polizei erkundigt, was die Ursache für die lauten Knalle war.

Amerikanisches Flugzeug war Grund für Kontrolle

Klärung bringt ein Anruf bei der Medienstelle der Schweizer Luftwaffe. Wie eine Sprecherin auf Anfrage bestätigt, wurden die Knalle durch einen FA 18-Jet der Luftwaffe verursacht. Der Kampfpilot habe im Rahmen eines regulären Luftpolizeieinsatzes ein ausländisches Flugzeug kontrolliert und dabei die Schallgrenze zwei Mal überschritten.

Wie Jürg Nussbaum, Kommunikationschef der Luftwaffe, präzisiert, handelte es sich beim kontrollierten Flugzeug um ein Staatsluftfahrzeug aus den USA. Als Staatsluftfahrzeuge gelten zum Beispiel die Airforce One des Präsidenten oder auch ausländische Kampfjets. Diese Maschinen benötigen für den Überflug des Schweizer Luftraums eine Sonderbewilligung, eine sogenannte Diplomatic Clearance. Die Schweizer Luftwaffe kontrolliert dann, ob die überfliegende Maschine diese Bewilligung tatsächlich eingeholt hat.

Aktuell laufe bis zum 6. November gerade eine Testphase für die sogenannte LP24, ein Projekt der Schweizer Luftwaffe, das ab 2020 einen Luftpolizeischutz rund um die Uhr garantiert. Zu diesem Zweck musste der Pilot heute die amerikanische Maschine abfangen und kontrollieren. Weil sie sich bereits der Schweizer Staatsgrenze näherte, habe der Pilot über dem Raum Schaffhausen zwei Mal die Schallgrenze überschreiten müssen, um das Flugzeug rechtzeitig einholen zu können.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch