Kein Suizid

Rolf Erb starb eines natürlichen Todes

Der Tod von Rolf Erb ist auf eine natürliche Ursache zurückzuführen. Dies ergaben die rechtsmedizinischen Untersuchungen.

Starb an Herzversagen: Der Milliarden-Pleitier Rolf Erb.

Starb an Herzversagen: Der Milliarden-Pleitier Rolf Erb. Bild: Marc Dahinden

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Rolf Erb ist eines natürlichen Todes gestorben. Die Untersuchungen beim Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen hätten ergeben, dass Erb an einer Herzkrankheit verstorben ist, teilt die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau am Freitagnachmittag mit. Scheinbar liegen keinerlei Hinweise für Suizid vor. Fremdeinwirkung wird ebenfalls ausgeschlossen.

Rolf Erb wurde am 8. April tot an seinem Wohnort Schloss Eugensberg in Salenstein aufgefunden.

Der verstorbene Rolf Erb war der letzte Konzernchef der Winterthurer Erb-Gruppe, die 2003 Konkurs ging. Nach dem Swissair-Konkurs gilt dies als die zweitgrösste Firmenpleite der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden belaufen haben, und Erb wurde zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Erst im März hatte das Bundesgericht eine Beschwerde des 65-Jährigen gegen den Haftantritt abgewiesen. Erb hatte sich dagegen gewehrt und akute Selbstmordgefahr geltend gemacht.

Familie Erb zieht im August aus

Derweil wurde am Freitagmorgen bekanntgegeben, dass die Frau und die beiden Kinder von Rolf Erb noch bis im August im Schloss Eugensberg bleiben dürfen.

Die Familie darf noch gut drei Monate im Schloss Eugensberg bleiben.

Ursprünglich hätte die Familie gemäss einem Entscheid des Bundesgerichts bereits per 1. Mai aus dem Schloss ausziehen müssen. Die Familie äusserte jedoch den Wunsch, bis zum vorgesehenen Schulwechsel der Kinder im August im Schloss bleiben zu können. Dieser Wunsch wurde der Familie in einer Vereinbarung zwischen dem Konkursamt und der Familie - in Absprache mit den Gläubigervertretern - noch vor dem Tod von Rolf Erb von Anfang April zugestanden, wie es weiter heisst.

In dieser Vereinbarung ging es unter anderem auch um verschiedene Vermögenswerte, die den Gläubigern zustehen. Durch den Abschluss der Vereinbarung können nun unter anderem verschiedene Vermögenswerte in Millionenhöhe aus dem Fürstentum Liechtenstein unkompliziert in die Konkursmasse überführt werden. (huy/SDA)

Erstellt: 21.04.2017, 09:38 Uhr

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