Winterthur

Fast alle fordern nun ein zweites Hallenbad

Noch vor der Abstimmung zur Traglufthalle will nun plötzlich fast der ganze Gemeinderat ein neues Hallenbad in der Stadt.

Jetzt sind sich auf einmal alle einig: Winterthur braucht ein zweites Hallenbad.

Jetzt sind sich auf einmal alle einig: Winterthur braucht ein zweites Hallenbad. Bild: mad

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Eben noch war das Stadtparlament völlig zerstritten und geteilt in der Frage, ob es sinnvoll sei, das Becken im Freibad Geiselweid im Winterhalbjahr mit einer beheizten Traglufthalle zu überdecken.

SVP, Grüne, AL und ein Grossteil der SP fanden, das sei eine Zwängerei und ein Sündenfall. FDP, GLP, EVP, CVP sowie einzelne SP-Vertreterinnen stimmten jedoch zu und behielten mit einer Stimme Unterschied die Oberhand. Weil die Gegner das Referendum ergriffen und auch im Quartier Unterschriften gesammelt werden, kommt das Thema Traglufthalle noch dieses Jahr vors Volk.

So zerstritten die Politikerinnen und Politiker noch vor einem Monat waren, so geeint geben sie sich heute. 

So zerstritten die Politikerinnen und Politiker noch vor einem Monat waren, so geeint geben sie sich heute. 52 aller 60 Gemeinderatsmitglieder fordern vom Stadtrat nun mittels Motion, er soll die Planung eines zweiten Hallenbads zügig an die Hand nehmen.

In einem ersten Schritt soll die Stadt «mögliche und sinnvolle Standorte» evaluieren, sie soll Private und Nachbargemeinden einzubinden versuchen, bautechnische und energetische Fragen klären. Für all das soll ein Projektierungskredit her. Der Stadtrat selber rechnet mit einem Horizont von 10 bis 15 Jahren und mit Kosten von 35 bis 50 Millionen Franken. Zum Vergleich: Das neue Polizeigebäude wird gegen 90 Millionen kosten.

Hält diese grosse Koalition?

Ob die Einigkeit aller Parteien die weiteren Phasen einer allfälligen Hallenbad-Planung übersteht, ist allerdings unsicher. «Das stimmt», sagt der Initiant, SP-Gemeinderat Roland Kappeler, der zu den Traglufthallen-Befürwortern seiner Partei gehört.

«Es ist gut möglich, dass einzelne Parteien sich im weiteren Prozess wieder verabschieden, wenn sich irgendwelche Erwartungen nicht erfüllen.» Dennoch freut er sich im Moment, dass seine Motion so viel Unterstützung fand. (Der Landbote)

Erstellt: 28.03.2019, 17:31 Uhr

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