Winterthur

FCW-Fanrat ist erschüttert

Der Fanrat des FC Winterthur distanziert sich von den Ausschreitungen nach dem Spiel gegen den FCZ. Der Wurf des Gitterdeckels werde «aufs Schärfste verurteilt».

«Wir sind fassungslos, dass es ausgerechnet an einem Heimspiel des FC Winterthur zu derart brutalen Übergriffen gekommen ist», teilt der Fanrat mit.

«Wir sind fassungslos, dass es ausgerechnet an einem Heimspiel des FC Winterthur zu derart brutalen Übergriffen gekommen ist», teilt der Fanrat mit. Bild: Heinz Diener

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In einer Stellungnahme hat sich der Fanrat des FC Winterthur zu den Krawallen rund um das Derby FCW-FCZ geäussert. Der Rat sei von der Gewalttaten tief erschüttert. «Als Vertretung aller FCW-Fangruppen distanziert sich das Gremium bedingungslos von jeder Art der Gewaltanwendung», heisst es in der Mitteilung weiter. «Mit dem Wurf eines Gitterdeckels auf einen FCZ-Fan am Hauptbahnhof hat diese eine Dimension angenommen, die wir in Winterthur bislang nicht kannten und aufs Schärfste verurteilen», betont der Fanrat. Auch das Abfeuern von Knallpetarden sei eine nicht tolerierbare, äusserst gefährliche Form von Aggression.

Die Fankultur des FC Winterthur zeichne sich aus durch Toleranz und gegenseitigen Respekt: «Wir sind fassungslos, dass es ausgerechnet an einem Heimspiel des FC Winterthur zu derart brutalen Übergriffen gekommen ist.»

Schon am Montag nahm der FC Winterthur zu den Vorfällen Stellung. «Fussball ist kein Krieg», postete der Fussballclub auf Facebook.

Schachtdeckel trifft FCZ-Fan

Am Samstag nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Winterthur und dem FC Zürich auf der Schützenwiese ist es am Bahnhof Winterthur zu Scharmützeln zwischen Fans gekommen. Vom oberen Geschoss des Parkhauses warf gegen 20.45 Uhr ein Unbekannter einen Gitterschachtdeckel auf FCZ-Fans, die gerade in den Extrazug nach Zürich einstiegen. Dabei traf er einen 27-jährigen Zürcher am Kopf und verletzte ihn dabei schwer. Der Verletzte liegt nach wie vor auf der Intensivstation, ist aber inzwischen ausser Lebensgefahr, wie die Kantonspolizei auf Anfrage sagt.

Der Täter ist noch nicht gefasst. Die Kapo habe aber einige Hinweise erhalten. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft IV – zuständig für Kapitalverbrechen wie Tötungsdelikte – die Ermittlungen aufgenommen.

Stadtpolizei zieht Bilanz

In einer Medienmitteilung die Stadtpolizei Bilanz: Nachdem in der 85. Minute ein Böller auf den Platz geworfen worden und neben FCW-Captain Patrik Schuler gelandet war, sackte dieser kurzzeitig zusammen. Er blieb letztlich unverletzt. Die Securitys fassten später einen 20-jährigen Mann als mutmasslichen Täter. Welcher Fan­gruppierung er angehörte, sei nach wie vor unklar. Weniger Glück hatte ein 10-Jähriger, als FCZ-Fans einen Böller auf die Haupttribüne schleuderten. Er musste mit Hörproblemen im KSW behandelt werden.

Dazu kam es zu diversen Handgreiflichkeiten und Schlägereien. Im Stadion wurde ein 63-Jähriger durch einen Faustschlag im Gesicht getroffen und leicht verletzt. Bei Scharmützeln am Hauptbahnhof zog sich laut Stapo ein 20-Jähriger nach einem Schlag durch einen FCZ-Fan eine Riss-Quetsch-Wunde zu.

Laut Stadtpolizei wurden mehrere Verfahren eingeleitet und Stadionverbote ausgesprochen (far/hit)

Erstellt: 16.05.2017, 11:03 Uhr

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