Adventure Room

Flucht aus dem Labor

Das Technorama geht neue Wege. Besuchergruppen können ab dem 5. September versuchen, sich durch Rätseln und Experimentieren aus geheimnisvollen Räumen zu befreien.

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Eine Gruppe von Wissenschaftlern ist gefangen in einem Labor, angekettet mit Handschellen. Für sie gibt es nur eins: Raus hier! Dieser Herausforderung können sich Gruppen in rund zwei Wochen im Technorama stellen. Sie haben eine Stunde Zeit, um sich als Team aus dem Labor zu befreien und durch verschiedene Räume zu flüchten. «Es sind ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefragt: beobachten, kombinieren und alle Sinne einsetzen», erklärt Armin Duff, Leiter Didaktik des Technoramas. Er hat das AdventureRooms-Spiel namens «Spektrum» mitentwickelt.Die Idee, im Technorama einen solchen Abenteuerraum zu bauen, stammt vom Berner Gymnasiallehrer Gabriel Palacios. Er entwickelte 2012 als Schulprojekt die Adaption eines Computerspiels in die Realität. Inzwischen gibt es acht AdventureRooms-Standorte in der Schweiz, und Palacios verkauft gar weltweit Franchising-Lizenzen. Die Zusammenarbeit mit dem Technorama bezeichnet Palacios als etwas Besonderes: «Wir können hier Rätsel anbieten, die bisher nicht möglich waren.» Sie basieren auf Naturphänomenen, ein Bereich, in dem das Technorama sich auskennt. «Wir konnten bei der Entwicklung von unserer langjährigen Erfahrung im Exponatebau profitieren», sagt Duff. Man habe auch Elemente eingebaut, die sich in der Ausstellung finden.

Zweites Spiel im Winter

Die Entwicklung von «Spektrum» hat laut Duff fast ein Jahr gedauert. Seit Mai wird an den Räumen im zweiten Obergeschoss gebaut. Und gleich daneben entsteht ein weiteres AdventureRooms-Spiel namens «Kontinuum» mit ganz anderen Rätseln. Eröffnung ist diesen Winter. Allein der Aufbau der Räume hat rund 300 000 Franken gekostet.

Reservation nötig

Um zu rätseln braucht es mindestens drei, höchstens zwölf Personen ab 12 Jahren. Bei mehr als sechs Personen wird im Duell-Modus gespielt, da es sonst zu eng wird. Weil das Technorama mit grosser Nachfrage rechnet, wird es in der Regel nicht möglich sein, das Spiel spontan zu absolvieren. Interessierte müssen den gewünschten Zeitraum vorab online reservieren. Dies ist ab heute unter www.adventurerooms.ch möglich. Buchbar sind Slots zwischen 8.30 und 22.30 Uhr, also auch ausserhalb der Technorama-Öffnungszeiten. Je nach Gruppengrösse fallen pro Person Kosten zwischen 30 und 40 Franken an. Wer zusätzlich das Technorama besuchen will, profitiert von einem sechs Franken günstigeren Kombiticket. Die Jahreskarte gilt nicht für das Spiel. Das Technorama richtet sich mit dem Angebot an Private, Firmen und Schulklassen.

Nicht alle kommen raus

Die Flucht gelingt erfahrungsgemäss nicht allen Gruppen. «Die Erfolgsquote liegt bei anderen AdventureRooms-Spielen bei rund 30 Prozent», so Duff. Doch eingeschlossen bleibt niemand. «Jede Gruppe wird über einen Monitor beobachtet.» Auch sei es jederzeit möglich, in einem Notfall die Räume zu verlassen. «Unser Ziel ist es, dass die Gruppen Spass haben und möglichst viele Phänomene erforschen können», sagt Duff.

Erstellt: 22.08.2017, 17:10 Uhr

Armin Duff, Leiter Didaktik Technorama (Bild: Johanna Bossart)

Bilanz Geheimgang

Befreiungsspiele sind im Trend. Überall in der Schweiz entstehen so genannte Adventure- oder Escape-Rooms. In Winterthur öffnete beispielsweise im März der «Geheimgang 188» in den Katakomben am Lagerplatz seine Tore. Gemäss Miro Hintermüller, einem der Initianten, ist der Start gelungen. Seit der Eröffnung habe man schon über 2000 Besuchende verzeichnet. «Damit haben wir nicht gerechnet, entsprechend glücklich sind wir», sagt Hintermüller. Der Erfolg sei aber nur möglich gewesen, dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer.

Auf die Konkurrenz freut sich das Geheimgang-Team: «Wir hatten bereits mehrfach Kontakt mit dem Technorama, das Verhältnis ist partnerschaftlich. Wir glauben, dass zwei Anbieter gut auf dem Winterthurer Markt überleben können», sagt Hintermüller. (mif)

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