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Friede, Freude, Teigtaschen

Bei der Landung des Tibetballons im Stadion Deutweg herrschte gestern Volksfestatmosphäre. Beinahe wäre der Anlass an der ­Bewilligung gescheitert.

Happyend: Der Ballon mit Tibets Flagge konnte in Winterthur doch landen.

Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Mönche, Tibeter, Schweizer, sie alle wollten gestern Vormittag am Deutweg paarweise mit dem Ballon Tashi («Glück») in den Himmel steigen. Wobei «in den Himmel steigen» etwas übertrieben ausgedrückt ist: Der zuvor im Leichtathletikstadion gelandete Heissluftballon führte sogenannte Fesselflüge aus, hob also, mit Tauen an Autos befestigt, nur wenig vom Boden ab.

Die Veranstalter freuten sich über das gute Wetter: Sonne und Windstille. Viel Wind vertrage es beim Ballonfahren nicht, und ­wegen starken Regens habe man vor einigen Tagen die Flüge in ­Solothurn ­absagen müssen.

Mit der Aktion wollen die Tibet­freunde auf die Lage des von ­China unterdrückten Volkes aufmerksam machen

Der Ballon fliegt diese Woche für die Gesellschaft schweizerisch-tibetische Freundschaft durch die ganze Schweiz. Der Stopp in Winterthur war gefährdet gewesen: Die Stadt hatte die ersten Gesuche der Gesellschaft um Landung auf der Zeughauswiese und dem Teuchelweiherplatz abgelehnt – die Tibetfreunde witterten chinesische Einflussnahme.

Nach einem Artikel im «Landboten» konnte man sich auf den Deutweg einigen. Danach sei alles reibungslos abgewickelt worden, sagte Gesellschaftspräsident Thomas Büchli gestern.

«Offizielle trauen sich nicht»

Vertreter der Stadt waren gestern um 10 Uhr unter den rund 50 Anwesenden nicht auszumachen. Auch andernorts seien Offizielle vor einem Erscheinen zurück­geschreckt, berichtet Büchli. Mit der Aktion wollen die Tibet­freunde auf die Lage des von ­China unterdrückten Volkes aufmerksam machen; Tibet wurde 1950 annektiert, seither kämpfen viele Tibeter für die Unabhängigkeit.

«Free­-Tibet»-Banner waren gestern im Stadion mehrere angebracht. ­Daneben stand ein Schriftentisch, unter anderem mit Werken des Dalai Lama, und es gab Kaffee und Tee zu kaufen ­sowie Momos, die traditionellen tibetischen Teig­taschen.

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