Winterthur

Zu heiss im Turm: Fritz Lambada wechselt kurz ins Zeughaus

Das Restaurant im Roten Turm zieht mit einem Pop-Up-Lokal für den Sommer ins Zeughaus.

Die grossen Glasfenster im roten Turm bieten nicht nur eine tolle Aussicht – sie wirken auch wie ein Treibhaus.

Die grossen Glasfenster im roten Turm bieten nicht nur eine tolle Aussicht – sie wirken auch wie ein Treibhaus. Bild: nag

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Das Fritz Lambada wechselt das Lokal - zumindest für zwei Monate. Von Ende Mai bis Ende Juli empfängt das Gourmet-Restaurant hungrige Kunden in einem noch nicht renovierten Anbau und im Hinterhof des Zeughaus 1.

«Rosa Pulver» heisst das neue Pop-Up-Lokal. Rosa dient als Erkennungswert für die Farben des Restaurants im Turm und Pulver für die Munition im ehemaligen Waffenlager. «Wir wollten etwas Weibliches, weil Fritz ja ein Männername ist», sagt Mitinhaber Samuel Frey. «Damit hat er jetzt sozusagen seine Partnerin.»

Anders als im Roten Turm wird das Essen einfacher sein. Kein Überraschungsmenü, sondern sogenannte «Sharing Plates», Gerichte zum Teilen, wollen die Macher anbieten. Dazu ein wenig Grill am Samstagnachmittag und eine kleine Bar. Auch preislich soll das Essen geerdeter sein als im 23. Stock.

Das Essen im Rosa Pulver: Flusskrebs, Burrata und Liebstöckel.

Für die Sommermonate suchte das Team einen Ort mit Aussensitzplatz und tiefer Miete. Die Wahl fiel aufs Zeughausareal, weil sie einige von der Basis GmBH, die das Gelände sanieren, kennen und nach der Besichtigung «begeistert» waren von den Räumen und der «sehr schönen» Sanierung.

Das renovierte Areal in Mattenbach soll ein neuer Treffpunkt für Kultur und Gewerbe werden, diesen Frühling sind die ersten Mieter eingezogen. Geplant ist auch schon eine Zusammenarbeit: Zum Essen im «Rosa Pulver» soll man eine Führung mit der Basis GmBH durchs Areal buchen können.

Das Team hinter dem Rosa Pulver: v.l.n.r. Dita Murina Hasani, Anja Schöb, Michael Dober (Küchenchef), René Godder (Restaurantleiter), Sam Frey (Inhaber), Marco Nisoli (Inhaber), Moussa Ndiaye, Adrien Gyr, Lukas Bugs

Bis zu 35 Grad im Turm

Das Pop-Up-Lokal ist eine Ausweichmöglichkeit. Denn im 23. Stock des Roten Turms läuft es im Sommer nicht gut: Es ist heiss. «Die Sonne heizt das Restaurant durch die grossen Fenster auf.»

Dann kann es drinnen bis zu 30 oder 35 Grad warm werden. «Auch mit geschlossenen Läden bleibt es warm», sagt Frey. Die Kunden bleiben weg. «Im Sommer haben wir Einbussen von über 50 Prozent.»

«Im Sommer hatten wir Einbussen von über 50 Prozent.»Samuel Frey, Mitinhaber

Das Haute-Cuisine-Restaurant im Turm, das im September vor drei Jahren eröffnete, hatte kein einfaches letztes Jahr. Nach der Trennung von Chefkoch Simon Schneeberger im Januar und einer Liftrevision blieb das Fritz Lambada für vier Monate geschlossen. «Es dauerte eine gewisse Zeit, bis die Leute merkten, dass wir wieder offen sind.»

Seit November 2018 laufe es aber wieder gut. «Alles in allem sind wir aber noch nicht auf einer schwarzen Null.» Auch darum versucht sich das Team mit Catering und Pop-Up-Restaurants. Schon letztes Jahr verkauften sie aus einem Küchenfenster der Zürcher Bar Central gefüllte Kartoffeln, die dann später auch an den Musikfestwochen angeboten wurden. «Das funktioniert sehr gut.»

Im Zeughaus entsteht für die Sommermonate ein Pop-Up-Lokal.

Das «Rosa Pulver» im Zeughaus 1 länger zu betreiben, sei aber momentan noch kein Thema. Nach einer Sommerpause ist die Küche im Roten Turm ab September wieder offen.

Erstellt: 10.05.2019, 12:42 Uhr

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