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Fünf Frauen missbraucht und geschlagen

Weil er auf die Verhandlung verzichtete, muss ein 47-Jähriger definitv ins Gefängnis. Im Verlauf von elf Jahren hatte er seine Ehefrau und vier Freundinnen gequält, geschlagen und genötigt.

Der Beschuldigte sollte sich vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Er zog jedoch seine Anträge zurück und somit wurde das Urteil rechtskräftig.
Der Beschuldigte sollte sich vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Er zog jedoch seine Anträge zurück und somit wurde das Urteil rechtskräftig.
Keystone

Ans Tageslicht kamen die Übergriffe, als sich eine heute 23-jährige Frau aus Winterthur bei der Polizei meldete und angab, ihr Freund habe sie geschlagen, gewürgt und sexuell missbraucht. Daraufhin nahm die Polizei den 47-jährigen Südamerikaner fest.

Die Ermittlungen brachten eine erschreckende Serie ans Licht. Die Behörden machten vier weitere Opfer ausfindig, die gequält und manipuliert worden waren. Unter ihnen seine Ex-Frau, die er bald nach der Heirat krankhaft zu kontrollieren begann. Es kam zu regelmässigen sexuellen Übergriffen an der schlafenden Geschädigten. Nach der Scheidung lebte der Beschuldigte mit einer Frau in Winterthur zusammen, die er sexuell nötigte, schändete und ihr eine Rippe brach. Wiederholt von ihm zusammengeschlagen wurde auch eine Winterthurerin. Eine fünfte Frau schändete er mehrfach, während sie schlief.

Alle Opfer sprachen von zwei Gesichtern des Täters. Dieser sei einerseits charmant und nett gewesen, andererseits aber plötzlich bedrohlich und gewalttätig geworden und habe jede Rücksicht vermissen lassen.

Vier Jahre Freiheitsstrafe

Nach einem halben Jahr Untersuchungshaft musste sich der Mann im Frühling 2015 vor dem Bezirksgericht Winterthur verantworten. Er machte vergebens ein Komplott und einen Rachefeldzug seiner Ex-Partnerinnen geltend. Er wurde wegen mehrfacher sexueller Nötigung, Schändung, Körperverletzung, und Tätlichkeiten, Drohungen und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Der Beschuldigte legte Berufung ein und sollte sich am Montag am Zürcher Obergericht verantworten. Allerdings zog er seine Anträge zurück. Das Urteil wurde damit rechtskräftig. Demnach muss er dem Hauptopfer, der Anzeigeerstatterin, 12 000 Franken Schmerzensgeld bezahlen und seiner Ex-Frau 5000 Franken. Auch die weiteren Geschädigten erhalten Abfindungen. Nach der Haft­ver­büssung muss der Mann mit der Ausschaffung rechnen.

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