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«Fussball ist mehr als ein Spiel»

Die Volkshochschule hat keine Berührungsängste mit Fussball. Niemand nickte ein, als Andreas Mösli erzählte, wie der FC W vor der Pleite gerettet wurde und bei den Fans wieder viel Ansehen geniesst – trotz sportlich durchschnittlichen Leistungen

Mehr als nur Fussball: Zu den Schützi-Exklusivitäten zählt auch der Salon Erika mit seinem Kunstausstellungsprogramm und der Prosecco-Tränke.
Mehr als nur Fussball: Zu den Schützi-Exklusivitäten zählt auch der Salon Erika mit seinem Kunstausstellungsprogramm und der Prosecco-Tränke.
Moritz Hager

Was haben der FC Bayern München und der FC Winterthur gemeinsam? – Keine Schulden! Sonst aber sind die Unterschiede ziemlich gross, war im gut besuchten Volkhochschulkurs über den FCW vom Geschäftsführer Andreas Mösli zu erfahren. 2002 stand Winterthurs fussballerisches Aushängeschild kurz vor der Pleite. «Noch 500 Matchbesucher verloren sich auf der Schützi», erinnerte sich Mösli. Der Imageschaden war so gross, dass vorgeschlagen wurde, die zentral gelegene Schützi zu überbauen. Auf diesem Tiefpunkt angelangt, konnte der erfolgreiche Druckmesstechnikunternehmer Hannes W. Keller als Retter in höchster Not gewonnen werden. Als neuer Präsident übernahm er die Schulden von 2.5 Millionen Franken und garantierte die Übernahme des jährlichen Defizits, das bei einem Budget von 4.2 Millionen Franken zwischen 0.7 und 1,2 Millionen Franken variiert. Was Mösli, heute das eigentliche Herz des FCW, nicht explizite sagte: Ohne seinen eigenen idealistischen Ansatz und Einsatz hätte die Schützi und der Verein niemals den Kultstatus erreicht, den er heute bei seinen Anhängern geniesst.

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