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Geplanter Sulzer-Zukauf gescheitert

Sulzer kann die Tiermedizin-Firma Simcro nicht wie geplant übernehmen. Der Deal scheitert an fehlenden Genehmigungen aus Neuseeland.

Aus dem Tiermedizin-Lieferanten Simcro wird keine Sulzer-Tochter. Der im Mai aufgegleiste Deal ist geplatzt.
Aus dem Tiermedizin-Lieferanten Simcro wird keine Sulzer-Tochter. Der im Mai aufgegleiste Deal ist geplatzt.

Der Industriekonzern Sulzer muss die Übernahme der neuseeländischen Tiermedizin-Firma Simcro abblasen. Er konnte die nötige Genehmigung der neuseeländischen Behörden nicht innerhalb der erforderlichen Frist einholen.

Die geplante Akquisition von Simcro, die im Mai bekannt gegeben worden sei, habe nicht abgeschlossen werden können, und der Aktienkaufvertrag sei annulliert worden, teilte Sulzer am Dienstag mit.

Simcro ist ein Lieferant von Verabreichungssystemen für Pharmazeutika in der Tiermedizin. Der Unternehmenswert wurde im Mai auf 90 Millionen Franken beziffert. Für das Jahr 2017 wurde ein Umsatz von 35 Millionen Franken erwartet.

Gesundheitssparte soll trotzdem ausgebaut werden

Der Winterthurer Pumpenspezialist Sulzer versucht seit geraumer Zeit, mit einem verstärkten Engagement im Gesundheits- und Kosmetikmarkt die starke Abhängigkeit des Konzerns von den Konjunkturzyklen der Öl- und Gasindustrie etwas zu dämpfen. An dieser Strategie soll festgehalten werden.

Gemäss Mitteilung will Sulzer seine Gesundheits- und Kosmetiksparte (Applicator Systems) trotz des Rückschlags weiter strategisch ausbauen. Die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Transcodent sei ein Schritt in diese Richtung. Transcodent bietet Applikationssysteme für den Dentalmarkt an.

Aktienkurs kaum tangiert

An der Börse warf die Nachricht des gescheiterten Deals wegen der umsatzmässig bescheidenen Grösse von Simcro keine hohen Wellen. Da die Ergänzungsakquisition klein gewesen wäre, blieben die Schätzungen für Sulzer im grossen und ganzen unverändert, hiess es beispielsweise in einem Kommentar von Baader Helvea.

Und auch die Zürcher Kantonalbank ist laut einer Einschätzung der Meinung, dass das Nichtzustandekommen der Akquisition aufgrund der geringen Auswirkung auf den Gesamtkonzern neutral zu werten sei. Die Aktie lag am Vormittag bei einem leicht negativen Gesamtmarkt 0,3 Prozent im Plus bei 119,30 Franken.

SDA/huy

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