Winterthur

Gesewo sucht junge Mieter für ihre Lokstadt-Wohnungen

Bereits nächstes Jahr zieht die Genossenschaft in die Lokstadt. Noch ist erst ein Drittel der 72 Gesewo-Wohnungen im Holzbau reserviert.

Ein Viertel des Krokodils ragt bereits gen Himmel. Drohnenaufnahme der Lokstadt-Baustelle (Ansicht von der Zürcherstrasse aus, rechts im Bild die Jägerstrasse). Foto: Implenia Schweiz

Ein Viertel des Krokodils ragt bereits gen Himmel. Drohnenaufnahme der Lokstadt-Baustelle (Ansicht von der Zürcherstrasse aus, rechts im Bild die Jägerstrasse). Foto: Implenia Schweiz

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Das Krokodil wächst unaufhaltsam in die Höhe. Derzeit wird im Wohn- und Gewerbehaus, benannt nach der historischen Krokodil-Lokomotive, die Holzfassade aufgezogen.

Wenn diese erste Adresse der neuen Lokstadt im Herbst 2020 bezugsbereit ist, ziehen auch viele Gesewo-Genossenschafter ein. Derzeit weisen diese allerdings noch einen deutlichen Altersüberhang auf.

Die Gesewo sucht deshalb in einer kürzlich gestarteten zweiten Bewerbungsrunde gezielt auch jüngere Mieter. Von 72 Wohnungen, inklusive der geplanten Gross-WGs mit bis zu elf Zimmern, sind aktuell erst 26 vergeben.

Der Altersüberhang sei für Projekte mit einer solchen Vorlaufzeit völlig normal, sagt Dominik Siegmann, Projektleiter des Hausvereins EinViertel und Stadtentwickler. EinViertel heisst das Gesewo-Wohnprojekt, weil die Genossenschaft einen Viertel des Krokodils belegen wird.

Riesige Holzelemente

«Es sind tendenziell eher Ältere, die überhaupt schon Jahre im Voraus eine Wohnung reservieren und sich dann auch aktiv an den Projektgruppen beteiligen», sagt Siegmann.

«Es sind tendenziell eher Ältere, die Jahre im Voraus eine Wohnung reservieren»

«Die Gesewo hat aber einen hohen Anspruch an die Durchmischung, und wir nehmen beispielsweise auch die Verpflichtung aus der Volksabstimmung ernst, nicht nur Wohnraum für Privilegierte zu erstellen.» Die fertige Wohngemeinschaft werde entsprechend divers aussehen.

Kürzlich fand eine erste Baustellenbesichtigung statt, auch der «Landbote» war vor Ort. Derzeit sind noch vor allem die Wohntürme mit den betonierten Treppenhäusern zu sehen, doch in diesen Tagen werden vorgefertigte Elemente aus geschichtetem Fichtenholz verbaut. Das ganze Haus Krokodil wird dereinst eine der grössten Holzbauten der Schweiz sein. Neben der Gesewo bietet im Krokodil auch die Altersgenossenschaft gaiwo Wohnungen an, daneben gibt es weitere Mietwohnungen sowie bereits verkaufte Eigentumswohnungen der Areal-Entwicklerin Implenia. 

Hochhaus frühestens 2025

Im Bau schon erkennbar sind die öffentlichen Strukturen; so öffnen sich die verschiedenen Flügel des Gebäudes gegen den Innenhof, in dem auch Bäume gepflanzt werden. Ins Erdgeschoss des Gesewo-Teils wird auch die Geschäftsstelle der Genossenschaft einziehen.

Die Baustelle auf dem ganzen Lokstadt-Areal bleibt aber auch nach dem Herbst 2020 bestehen, mindestens bis 2025. Als voraussichtlich letztes Element wird das grosse Hochhaus in den Bau gehen. 

Erstellt: 30.05.2019, 13:22 Uhr

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