Winterthur/Zell

Gewitter schickt Flutwelle die Töss herab

Am Freitag hat sich die Töss innert kürzester Zeit in einen reissenden Strom verwandelt. Grund war eine Flutwelle, die durch ein starkes Gewitter ausgelöst worden war.

Christian Hunkeler hat den Moment gefilmt, als die Flutwelle bei Zell durchgerauscht ist.


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Ein eindrückliches Naturschauspiel hat sich am Freitagnachmittag an der Töss geboten. Nachdem im Zürcher Oberland heftige Gewitter enorme Niederschlagsmengen gebracht hatten, bewegte sich eine markante Flutwelle die Töss herab. Durch die sogenannte «Flash Flood» erhöhte sich die Abflussmenge des Flusses bei Zell innerhalb von etwa einer Minute von 2 auf 70 Kubikmeter pro Sekunde.

Sturmjäger und Wetter-Fan Christian Hunkeler konnte das Ereignis bei Zell mit seiner Videokamera dokumentieren. Seine Aufnahmen und Beobachtungen wurden auch vom Wetterdienst Meteoschweiz in einem Wetterblog thematisiert. Die Flutwelle bewegte sich danach weiter Richtung Winterthur. Über Schäden ist nichts bekannt.

Ausgelöst worden war die Flutwelle durch die extrem heftigen Gewitterregen, die am frühen Freitagnachmittag über dem Zürcher Oberland – also im Quellgebiet der Töss – gewütet hatten. Gemäss Meteoschweiz sammelte der Regenmesser auf dem Hörnli um 15.10 Uhr innert nur 10 Minuten fast 18 mm Niederschlag. Innerhalb einer Stunde ergaben sich sogar fast 49 mm. Dies ist die grösste Stundensumme, welche dort seit Messbeginn im Jahr 1991 zu Stande kam.

Diese Wassermassen ergossen sich dann in die Töss und walzten als Flutwelle talwärts. Das führte zu der eindrücklichen «Flash Flood» bei Zell. Flutwellen dieser Art sind nicht ungefährlich. Weil das Wasser so rasant ansteigt und auch viel Geröll und Schlamm mitgeführt wird, können unvorsichtige Personen, die sich im Bachbett aufhalten, mitgerissen werden. (landbote.ch)

Erstellt: 23.07.2016, 13:58 Uhr

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