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Grosse Vorbehalte gegen «House of Winterthur»

Der Gemeinderat hat dem Stadtpräsidenten einen Denkzettel verpasst. Die Links-Mitte-Mehrheit wies gestern die finanzielle Unterstützung für den Verein «House of Winterthur» zurück, worin Tourimusbüro und Standortförderung fusionieren.

Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) versuchte die Rückweisung des Geschäfts mit einen emotionalen Appell an den Gemeinderat abzuwenden. Es gelang nicht.
Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) versuchte die Rückweisung des Geschäfts mit einen emotionalen Appell an den Gemeinderat abzuwenden. Es gelang nicht.
Archivbild

Vorerst wies nichts darauf hin, dass Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) enttäuscht und genervt nach Hause gehen würde. Die vorberatende Kommission hatte bereits dreimal über dem Thema «House of Winterthur» gebrütet: Für die Jahre 2017 bis 2019 sollte der neue Verein, der sowohl für die Tourismus- als auch für die Wirtschaftsför­derung zuständig wäre, jährlich 960 000 Franken bekommen, ab 2020 dann noch 860 000 Franken – weniger, als die beiden bisher getrennt agierenden Vereine von der Stadt bezogen hatten.Dann aber stellte die Grünliberale-Piratenfraktion gestern im Gemeinderat den Antrag, das Geschäft zurückzuweisen: Das Geschäft sei «schlecht vorbereitet», man vermisse eine klare Strategie, man befürchte, der Gemeinderat gebe die Kontrolle ab, und man wolle nicht, dass der von der öffentlichen Hand massgeblich ­finanzierte Verein politische Stellungnahmen abgebe. Die Standortförderung hatte ein Nein zur Parkplatzverordnung empfohlen. SP und Grüne, aber auch die EVP schlossen sich dieser Haltung an.

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