Rechtsstreit

Günter Heubergers Siska hatte vor Bundesgericht keine Chance

Es ging um über eine halbe Million: Im Frühjahr 2017 unterlag Günter Heuberger vor Bundesgericht, wie jetzt bekannt wird.

Günter Heuberger und Heinrich Schifferle kämpfen weiter.

Günter Heuberger und Heinrich Schifferle kämpfen weiter. Bild: Donato Caspari, Johanna Bossart

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Knall auf Fall wurde Heinrich Schifferle im Frühling 2014 entlassen: Die Siska Heuberger Holding AG setzte den langjährigen Geschäftsführer auf die Strasse, öffentlich kam es zu wüsten Vorwürfen. Parallel zum darauf folgenden Ermittlungsverfahren gegen Heinrich Schifferle, das bis heute andauert, hatte Schifferle selber ebenfalls ein Gerichtsverfahren gegen Siska-Chef Günter Heuberger angestrengt. Hier kam es mittlerweile zu einem Entscheid, welchen die beiden Parteien gegenüber der Öffentlichkeit verschwiegen hatten.Schifferles Forderung bezog sich auf sein Pensionskassenguthaben aus fast 15 Jahren in der Geschäftsleitung. Via das kantonale Sozialversicherungsgericht klagte er gegen die Personalvorsorgestiftung der Heuberger Holding AG um Herausgabe von Freizügigkeitsleistungen. In der Summe ging es um knapp 570 000 Franken.

Geld rasch ausbezahlt

Das Sozialversicherungsgericht gab Schifferle recht, die Siska-Stiftung zog das Urteil ans Bundesgericht weiter. Wie erst jetzt bekannt wird, entschied dieses Ende März 2017 ebenfalls zugunsten von Heinrich Schifferle.

Laut dem schriftlichen Urteil hatte die Siska-Personalvorsorge als Beschwerdeführerin keine Chance: Die Austrittsleistung für Heinrich Schifferle sei unbestritten und beim Verfahren seien keine Mängel erkennbar, hielt das Bundesgericht fest.

Heuberger reagierte rasch: Laut einem Dokument der Siska-Personalvorsorge zahlte diese das geforderte Geld bereits kurz nach dem Urteilsspruch aus.

Neben diesem abgeschlossenen Fall und dem laufenden Strafermittlungsverfahren ist der­­zeit noch ein Verfahren zwischen den beiden Männern pendent: Schifferle klagte vor Bezirksgericht gegen seine Kündigung. Diese Klage bleibt allerdings für die Dauer des Hauptstrafverfahrens hängig.

(Der Landbote)

Erstellt: 27.05.2018, 18:05 Uhr

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